Kreuzau: Verkehrsader bald voll gesperrt: L 249 muss erneuert werden

Kreuzau: Verkehrsader bald voll gesperrt: L 249 muss erneuert werden

Das Verkehrsaufkommen in Kreuzau ist enorm: Rund 20.000 Pkw durchqueren täglich die Ortschaft, die Dürener Straße ist hier die pulsierende Hauptverkehrsader und auf dieser könnte es bald eng werden.

Von der Aral-Tankstelle am Ortseingang Richtung Düren bis in Höhe der Firma Kappa Rheinwelle soll die L 249 erneuert werden, zusätzlich stehen Kanalbauarbeiten in dem Abschnitt an. In einer Gemeinschaftsaktion mit dem Wasserverband Eifel-Rur wird der Landesbetrieb Straßenbau NRW ab Anfang des kommenden Jahres dort bauen lassen. Für die Maßnahmen, die derzeit noch in der Planung sind, rechnet man mit einer Bauzeit von rund einem halben Jahr.

Eine lange Zeit, die für Verkehrsteilnehmer mit Ziel Kreuzau unter Umständen gefühlt noch länger werden könnte. Denn der Landesbetrieb Straßenbau wird für die Bauarbeiten auf der Dürener Straße mit Vollsperrungen arbeiten. In drei Etappen soll die Maßnahme umgesetzt werden, der jeweilige Straßenabschnitt wird dann auf beiden Spuren für den Verkehr gesperrt sein.

Eine einspurige Sperrung der Straße ist wegen der parallel laufen Kanalarbeiten des Wasserverbandes Eifel Rur keine Option. „Der Platz reicht hierfür wegen der gemeinsamen Bauarbeiten nicht aus. Die Gemeinschaftsaktion hat aber den Zweck, dass es nur einmal eine Behinderung des Verkehrs gibt”, sagt Arnd Meyer, Projektleiter des Landesbetriebes Straßenbau NRW.

Lediglich die Busse des öffenlichen Nahverkehrs werden dann auf einer extra am Straßenrand eingerichteten Busspur fahren können. Wie der Verkehr umgeleitet werden soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Meyer: „Wir befinden uns derzeit noch in den ersten Vorbereitungen.” Großräumige Umleitungen über Stockheim und Soller werden wohl für diejenigen Autofahrer greifen, deren Ziel nicht Kreuzau ist. Für Kreuzauer und Windener wird es jedoch möglicherweise komplizierter.

„Die Gemeinde setzt sich für eine vernünftige Lösung ein”, versichert Walter Stolz, der allgemeine Vertreter von Bürgermeister Walter Ramm. „Eine Lösung kann aber sicherlich nicht darin bestehen, den Verkehr durch die Anliegersträßchen zu leiten”, so Stolz, der mit ein wenig Sorge auf die bevorstehenden Bauarbeiten blickt: „Das wird schon eine große Belastung, da kann man nur hoffen, dass da nichts dazwischen kommt.” Wie etwa ein etwaiger strenger Wintereinbruch, der die Bauzeit von einem halben Jahr eventuell noch verlängern könnte.

Projekt ist notwendig

In Schwarzmalerei möchte man sich in der Gemeinde allerdings nicht üben, denn eins stehe auch fest: Die Bauarbeiten sind notwendig. Stolz: „Der Asphalt ist auf dem Straßenabschnitt überall rissig und spröde und hat viele Löcher. Der Unterbau ist einfach nicht mehr tragfähig. Seit Jahren muss da eine Verbesserung erfolgen.”

Deshalb führt der Landesbetrieb auch einen Vollausbau durch. Die Straße wird dazu zunächst rund 70 Zentimeter ausgeschachtet und neu aufgebaut. Gegen Ende des Jahres will Straßen NRW die Aufträge für die jeweiligen Bauarbeiten vergeben.

Ebenfalls gegen Ende des Jahres - im November oder Dezember - soll es bei der Gemeinde noch eine Informationsveranstaltung zu den Baumaßnahmen geben, bei der der Landesbetrieb die Bürger umfassend über die Arbeiten und die dann vorgesehene Verkehrsführung an der Baustelle informieren möchte.