Düren: Verkehr rollt ab Ende August über neue Brücke

Düren: Verkehr rollt ab Ende August über neue Brücke

Eigentlich sollte der Ersatzbau für die Eisenbahnbrücke in der Schoellerstraße längst in Betrieb sein. „Die Brücke wird am 28. August unter Verkehr gehen“, bestätigte Ernst Gombert vom Landesbetrieb Straßen NRW. Bis dahin müssen noch Markierungsarbeiten vorgenommen werden.

Die Verzögerungen erklärt Gombert so: „Bei einer neuen Brücke muss es nach 14 Tagen eine Überprüfung geben, die Schraubenkontrolle. In diesem Fall waren wir von den eingeräumten Zugpausen der Deutschen Bahn abhängig.“

Mit der Inbetriebnahme der Ersatzbrücke wird sich für die Autofahrer zunächst nur wenig ändern. Die beiden Spuren stadteinwärts werden dann über den Ersatzbau fließen, während sich stadtauswärts gar nichts ändert. Der Abriss der Eisenbahnbrücke ist für April 2014 vorgesehen. Die frühzeitige Inbetriebnahme der Ersatzbrücke soll zu einer Entlastung der maroden Eisenbahnbrücke beitragen. Fällt die weg, kann jeweils nur noch eine Spur über den Ersatzbau geführt werden. Parallel dazu sollen verschiedene Maßnahmen greifen, um den Engpass zu entschärfen.

Wie Werner Engels, beim Landesbetrieb Straßen für den Neubau der A4 zuständig, erläutert, soll durch eine frühere Inbetriebnahme der Autobahnabfahrt Düren-Ost bei Merzenich eine großräumige Umfahrung der Innenstadt ermöglicht werden. Engels: „Wir wollen ab April 2014 eine Spur über die neue A4 und die Anschlussstelle ableiten, so dass man über die L264 auf die Kölner Landstraße gelangen kann.“

Weitere Maßnahmen bereitet derzeit die Stadt Düren selbst vor. So soll ein Großteil des Stadteingangsverkehrs über die Eisenbahnstraße und Veldener Straße bis zur Oststraße umgeleitet werden. Mit Hochdruck arbeitet ein externes Büro an einer Verkehrssimulation, um so kritische Stellen erkennen zu können. Ein entsprechender Maßnahmenkatalog wird Ende September im Verkehrsausschuss beraten.

Zwei kritische Punkte sind bereits erkannt: Die Ableitung der Busse vom Zentralen Omnibusbahnhof. Die soll künftig von der Eisenbahnstraße auf die Josef-Schregel-Straße verlegt werden. „Das wird dann auch dauerhaft so bleiben“, erklärt Anke Leimert von der Bauverwaltung. Zudem soll das Gewerbegebiet Distelrather Straße direkt an die Kölner Landstraße angebunden werden, um zusätzlichen innerstädtischen Verkehr zu vermeiden. „Das ist alles so vorbereitet, dass wir es auch zügig umsetzen können“, so Leimert.

Weitere eventuell kritische Stellen könnten ohne großen baulichen Aufwand entschärft werden. Leimert: „Da geht es eher um Änderungen bei den Lichtanlagen oder eine neue Spuraufteilung, wo lediglich Markierungsarbeiten fällig sind.“ Schon jetzt nutzen einige Dürener Firmen die Umgehung für ihre Lkw, um der Feinstaubbelastung in der Innenstadt zu begegnen. Leimert dazu: „Bisher konnten wir keine Staus feststellen, die über das normale Maß hinausgehen.“

(bugi)
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