Düren: Vereinigte Industrieverbände: „Stimmung ist nicht so schlecht“

Düren: Vereinigte Industrieverbände: „Stimmung ist nicht so schlecht“

Die heimische Industrie befinde sich auf „einem guten Weg“, sagte Dr. Stephan Kufferath am Montag auf der Jahreshauptversammlung der Vereinigten Industrie Verbände (VIV) von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung. Die Unternehmen seien „verhalten optimistisch“, so der VIV-Vorsitzende, die positive Erwartungshaltung bestätige sich allmählich auch in den realen Zahlen.

Kufferath mahnte allerdings, die Politik tue gut daran, alles zu unterlassen, was der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schade. Die Diskrepanz zwischen Worten und Taten sei frappierend. Der Unternehmer warnte vor zu hohen Belastungen, etwa durch Steuererhöhungen. Kufferath betonte auf Schloss Burgau, dass sich „Deutschland um die wichtigen Zukunftsthemen wie die demografische Entwicklung und die Energiewende kümmern soll“.

Mit dem Geschäftsführer der VIV, Hans-Harald Sowka, prognostizierte Dr. Kufferath, dass sich die Betriebe in nächster Zeit noch intensiver als heute um „die persönlichen Problemlagen der Mitarbeiter“ kümmern werden. Der promovierte Ökonom nannte unter anderem Schuldner- und Pflegeberatung sowie Gesundheits- und Kinderbetreuung.

Mit Zukunftsfragen befasste sich auf der Jahreshauptversammlung am Montag der VIB auch der renommierte Trendforscher Matthias Horx. Der Wissenschaftler sprach über die Macht der Megatrends und wie die großen Wandlungskräfte unsere Welt verändern. Megatrends wie die Globalisierung oder die Individualisierung der Gesellschaft seien die „großräumigen, langfristigen Treiber des Wandels“. Horx gilt als der einflussreichste Zukunftsforscher im deutschsprachigen raum. Der ehemalige Journalist hat unter anderem den Bestseller „Anleitung zum Zukunftsoptimismus“ geschrieben. Horx sprach vor geladenen Gästen auch darüber, welche politischen und gesellschaftlichen Veränderungen Megatrends erzwingen oder anregen.

(inla)
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