Verdienstkreuz am Bande für Heinz-Hubert Werker

Verdienstkreuz am Bande : Hohe Auszeichnung für Heinz-Hubert Werker

Heinz-Hubert Werker erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er ist engagiert im Fußball und vielen weiteren Bereichen.

Diese hohe Auszeichnung ist äußerst selten. Im Kreis Düren wurde sie in diesem Jahr bisher nur zweimal verliehen. Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit an einen Mann, der sich auf vielfältige und besondere Weise um das Gemeinwohl und insbesondere den Fußballsport verdient gemacht hat: Heinz-Hubert Werker (78) aus Ellen.

Da musste der Landrat viel vorlesen, denn der ehemalige Oberstaatsanwalt Heinz-Hubert Werker hat viele ehrenamtliche Tätigkeiten im Fußballsport ausgeübt und tut das teilweise noch heute, kann auf eine große Anzahl von Ehrungen zurückblicken und „er hat Leitmarken für das Sportrecht gesetzt“, wie sein langjähriger Wegbegleiter Karl-Heinz Witt formulierte.

„Er hat das Sportrecht im Fußballverband Mittelrhein, im Westdeutschen Fußballverband und letztlich auch im DFB gefestigt“, unterstrich Alfred Vianden, bis vor wenigen Monaten noch der Vorsitzende des Fußballverbandes Mittelrhein. Den Dreiklang vom aktiven Fußballer beim Dürener Spielverein und als Schiedsrichter von 1960 bis 2006 bis hin zum Mitglied des Kontrollausschusses im Deutschen Fußballbund führte die steile Karriere. Die Zahl der Auszeichnungen, die der Jurist erhielt, füllt ganze Seiten. „Diese Ehrung ist Familienauszeichnung“, befand der Landrat und verwies darauf, dass Werkers Ehefrau Heidi in so vielen Fällen die „Stellvertretung“ für ihren Mann übernehmen musste.

„Seine Urteile waren fair und gerecht und auch lang“, wussten in der Feierstunde im Kreishaus Wegbegleiter zu berichten. Und Hermann Heuser, Bürgermeister der Heimatgemeinde Niederzier, kramte in der Erinnerung. „Als junger Spieler habe ich damals im Karl-Knipprath-Stadion immer vom Trainer gehört: Benehmt euch anständig, der Werker ist da“. Heuser zeigte sich stolz auf seinen Mitbürger, der es bis in das höchste Gremium des größten Sportfachverbandes der Welt schaffte. Trotzdem, so wurde von zahlreichen Gratulanten gewürdigt, blieb Heinz-Hubert Werker orts- und heimatverbunden. Er engagiert sich seit 1976 im SV Viktoria Ellen in der Jugendarbeit und war maßgeblich am Bau des Sportheimes beteiligt. Beteiligt war Werker auch an der Gründung des Kreissportsportbundes 1974 und über 30 Jahre dessen stellvertretender Vorsitzender.

Aber auch außerhalb des Sports war und ist der Vater zweier Töchter engagiert. Im Jahre 1975 war er Gründungsmitglied des AWO-Ortsvereins Ellen, dessen Vorsitzender er seit 1991 ist. Federführend organisiert er Wochenendfahrten für die Senioren und setzt sich für die Kinder- und Jugendarbeit ein. Seiner großen Sammlung an Ehrenmitgliedschaften, Urkunden und Verdienstnadeln kann Heinz-Hubert Werker jetzt eine der höchsten Auszeichnungen hinzufügen, die der Staat als Dank für seine Bürger hat, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben.

(sps)