Hürtgenwald: Unterwegs eröffnen sich schöne Ausblicke

Hürtgenwald: Unterwegs eröffnen sich schöne Ausblicke

Die Wanderfreunde der Region können einen neuen Rundweg in Angriff nehmen. Der Heimat- und Verkehrsverein Burgberg im Hürtgenwald hat den Panoramaweg Bergstein eröffnet. 8,7 Kilometer ist die Strecke lang, die rund um den 1000 Einwohner zählenden Hürtgenwalder Ortsteil Bergstein führt.

Der Rundwanderweg hat auch einen echten Höhepunkt. Der liegt bei 400,5 Metern über dem Meeresspiegel, heißt Burgberg und ist der höchste Punkt im Kreis Düren. Einmal oben angekommen, empfiehlt es sich, die 76 Stufen des Krawutschke-Turms in Angriff zu nehmen. Mit Hilfe der so gewonnenen zusätzlichen 13 Meter bietet sich einer der schönsten Ausblickpunkte der Region, von dem aus bei schönem Wetter der Kölner Dom oder die Hohe Acht tief in der Eifel zu sehen sind.

Bis auf den Anstieg auf den Burgberg hat der Heimat- und Verkehrsverein darauf geachtet, dass der Rundweg keine großen Höhenunterschiede, die beispielsweise das Tal in Richtung Zerkall aufweist, beinhaltet. Der Weg bleibt auf der Höhe Bergsteins.

Bürgermeister Axel Buch und Ortsvorsteher Marcel Drehsen begrüßten das Engagement des ortsansässigen Heimat- und Verkehrsvereins - auch, weil der Panoramaweg gut in die Qualitätsoffensive des Vereins Rureifel Tourismus passe, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Süden des Kreises Düren zu einem lohnenden Ziel für auswärtige Wanderfreunde zu machen. Drehsen stiftete zudem eine Bank, die auf einem der vielen Aussichtspunkte entlang der Strecke zum Verweilen einladen soll. „Besonderer Dank gilt unserem Mitglied Franz Flesch. Er hat die ganze Sache hier angeschoben”, betonte Ulrich Schulze, der Vorsitzende des Bergsteiner Heimat- und Verkehrsvereins. Das Informationsblatt über den Panoramaweg gibt es am Informationspunkt des Nationalparks in Zerkall. Weiterhin liegt es in einem Kasten, der an der Schautafel auf dem Parkplatz unterhalb des Burgbergs angebracht ist, aus.

Wer mehr Informationen über die bewegte Geschichte des Burgbergs haben will, der findet Antworten in einem kleinen Buch mit dem Titel Über den Berg. Auf 16 Seiten gibt es Informationen über die ehemalige Reichsburg, die im 12. Jahrhundert auf dem Berg gestanden hat, über die Rolle des Burgbergs während der Kampfhandlungen im zweiten Weltkrieg und über den Wanderer Franz Krawutschke, dem Namensgeber des Turms.

Das Buch, das Autor Peter Lüttgen, der am Fuß des Burgbergs lebt, in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Hürtgenwald, dem Heimat- und Verkehrsverein Burgberg und dem Förderverein Nationalspark Eifel erstellt hat, kostet vier Euro und kann über die Vereine bezogen werden. Der Erlös geht an ein Anti-Landminen-Programm von Unicef.