Üdingen: Neues Jugendheim wird eingeweiht

Neues Jugendheim in Üdingen : Zwei Jahre nach dem Brand steht das Blockbohlenhaus

Der Bau kostet bis zu 38.000 Euro, über Spenden sind 11.000 Euro zusammengekommen. Für die Zukunft plant der Verein Üdinger Kirmes 2000 noch einen Platz an der Rur.

Etwas mehr als zwei Jahre lag die Jugendarbeit in dem 660-Einwohner-Ort Üdingen brach, weil das Jugendheim neben dem Sportplatz am Kirmessonntag, dem 4. September 2016, abgebrannt war. Es war ein technischer Defekt. Der grüne Containerbau musste abgerissen werden. Jetzt steht dort ein helles Blockbohlenhaus, das am Wochenende eingeweiht wird (siehe Infobox).

Noch ist der Neubau nicht komplett eingerichtet, eine Musikanlage und eine Dartscheibe sollen unter anderem noch angeschafft werden. Aber Alwin Königsmann kündigt schon an, dass sich die Jugendarbeit im Ort wieder „etablieren soll“. Königsmann ist Vorsitzender des Vereins Üdinger Kirmes 2000, der das Jugendheim unterhält. „Die Kinder und Jugendlichen sind in den zwei Jahren nach Drove und Winden ausgewichen. Wir wollen wieder mindestens ein mal pro Woche einen Treff anbieten“, betont er. Im Verein sind rund 30 Mitglieder unter 18 Jahren alt. Der Verein überlegt außerdem, mit der mobilen Jugendarbeit Kreuzau zu kooperieren und Angebote zu schaffen. „Uns als Verein ist es wichtig, dass es einen Anlaufpunkt für die Jugend im Ort gibt.“

Die Kosten für den Neubau werden sich auf bis zu 38 000 Euro belaufen, sagt Königsmann. Das Blockbohlenhaus an sich beziffert er mit 17 500 Euro. Über Spendenaktionen hat der Verein nach Angaben seines Vorsitzenden 11 000 Euro gesammelt, den Löwenanteil haben die Volksbank und die Sparkasse beigesteuert. Ein „sagenhafter Erfolg“, findet Königsmann. Für die Arbeiten habe der Verein primär lokale Handwerker beauftragt, zusätzlich haben Mitglieder und Bekannte angepackt. „Manche Helfer sind über diese Arbeit dann auch Mitglieder geworden“, sagt Alwin Königsmann.

Der Verein überlegt derzeit noch, wie er den Außenbereich in Zukunft neu gestaltet. Zum Beispiel soll dieser möglichst barrierefrei werden. „Und wir planen, vor dem Heim Richtung Rur einen Platz zu gestalten, auf dem man zum Beispiel grillen kann“, sagt der Vorsitzende. Die Rur liegt nur einen Steinwurf vom Jugendheim entfernt. Außerdem befindet sich um die Ecke der Rasenplatz der Sportfreunde Üdingen, der in der jüngsten Vergangenheit ein großes Thema im Ort gewesen ist. Da ein Verkauf des Grundstücks nun offensichtlich vom Tisch ist – es fehlt nur noch der Ratsbeschluss – laufen zwischen dem Kirmesverein und der Verwaltung Gespräche, wie der gesamte Platz künftig zum Wohle des Dorflebens genutzt werde, wie Dino Sangkavadana als Sprecher der Üdinger Bürgerinitiative und Vorstandsmitglied des Kirmesvereins mitteilt.

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