Kreis Düren: Über 18.000 Verstöße in zehn Monaten

Kreis Düren: Über 18.000 Verstöße in zehn Monaten

Die Zahl allein ist schon beeindruckend: Mehr als 18.300 Geschwindigkeitsverstöße hat die Polizei im Kreis Düren seit dem 1. Blitzermarathon am 10. Februar 2012 bis zum Ende des Jahres gemessen. Allein in den 72 Stunden der drei Marathons wurden 652 Verstöße notiert.

„Signifikante Rückgänge aufgrund der verstärkten Geschwindigkeitskontrollen können wir leider nicht verzeichnen“, erklärt Polizeisprecher Ralf Meurer auf „DN“-Nachfrage.

Im Gegenteil: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl sogar angestiegen. Für den gleichen Zeitraum ermittelte die Polizei im Kreis Düren in 2011 rund 17.400 Geschwindigkeitsverstöße. Ein Anstieg, den man allerdings relativieren muss. „Hier könnte die höhere Kontrolldichte in 2012 eine Rolle spielen“, betont Meurer. Zudem gab es seit der Einführung der Blitzermarathon-Aktionen eine höhere Kontrollfrequenz. Je öfter Raser kontrolliert werden, desto mehr fallen sie natürlich auch auf.

Machen die Kontrollen also Sinn, wenn gar kein signifikanter Rückgang zu verzeichnen ist? „Was die Nachhaltigkeit und Wirksamkeit dieser Kontrollen angeht, ist es schwer, eine verlässliche Aussage zu treffen“, erklärt Meurer. Denn: „Nicht nur die Anzahl der Verstöße ist entscheidend — es geht um das Geschwindigkeitsniveau insgesamt.“ Und noch ein entscheidendes Argument zählt für Meurer: „Wer sich mit zulässiger Geschwindigkeit im Straßenverkehr bewegt, wird oftmals bedrängt und genötigt. Es ist noch immer so, dass für viele das Motto Gas geben um jeden Preis gilt. Dabei ist nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit der Killer Nummer 1.“

Zahlen bleiben stabil

Zwar ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu früheren Jahren deutlich gesunken, aber auch im Jahr 2012 verzeichnet die Statistik wieder 13 Tote auf den Straßen im Kreis Düren — genau so viele wie in 2010. Im Jahr 2011 waren es elf Tote, 2002 fast doppelt so viele wie heute: 24 Tote.

Die Zahl der Verkehrstoten dauerhaft weiter zu senken, wird für die Polizei auch in 2013 das erklärte Ziel bleiben. Ralf Meurer: „Uns kommt es nicht auf die Knöllchen an, sondern darum, schwere und schwerste Verkehrsunfälle zu verhindern.“

(bugi)