Düren: Über 100 Betonblöcke rund um den Dürener Weihnachtsmarkt

Düren : Über 100 Betonblöcke rund um den Dürener Weihnachtsmarkt

Sie sind nicht gerade schön und einladend, sollen aber ein Gefühl von Sicherheit vermitteln: Wie im Vorjahr setzt die Stadt Düren zum Schutz vor einem terroristischen Anschlag wie im Vorjahr auf dem Berliner Breitscheidplatz rund um den heute beginnenden Weihnachtsmarkt am Rathaus wieder auf graue Beton-Legosteine.

Dabei handele es sich nicht um eine Auflage, sondern nur um eine Empfehlung der Polizei, wie deren Sprecherin Ingrid Königs betonte.

Über 100 der jeweils zu dritt aufgetürmten Blöcke wurden rund um den Markt aufgestellt. Ursprünglich waren es sogar noch mehr, die aber zum Teil in die Bushaltestellen am Kaiserplatz hereinragten. Auf Anweisung des städtischen Baudirektors Heiner Wingels wurden daher am Mittwoch einige Blöcke wieder abgebaut, andere versetzt, so dass nun wieder ein problemloses Ein- und Aussteigen in die Linienbusse möglich ist.

Karussell „eingemauert“

Das Kinderkarussell am Eingangsbereich bleibt jedoch „eingemauert“. „Wenn das ein Terrorist sieht, fährt er weiter direkt in den Wochenmarkt“, ärgerten sich mehrere Weihnachtsmarktbeschicker am Mittwoch über den Aktionismus der Stadt und die Ungleichbehandlung der einzelnen Veranstaltungen, zumal auch die Wirksamkeit der Betonsperrungen infrage gestellt wird. Fahre wirklich jemand mit einem Lkw mit hoher Geschwindigkeit gegen die Blöcke, würden diese zu Geschossen. Rutschfeste Matten unter den Blöcken gibt es nämlich nicht.

Die ursprüngliche Idee, die Betonklötze in den Eingangsbereichen mit bunten Tüchern weihnachtlich einzupacken, hatte der Förderverein der Weihnachtsmarktbeschicker wieder verworfen, nachdem die Politik im Herbst über versenkbare Poller an neuralgischen Plätzen diskutiert hatte. Für ein Jahr lohne sich die Anschaffung der Tücher nicht, hieß es. Wo immer möglich, verschwinden die Klötze aber hinter weihnachtlichen Planen.

Derweil kündigt die Polizei an, dass sie „anlassbezogen“ über ihre Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt nachdenken werde, die Planungen aber seien noch nicht abgeschlossen. Im Vorjahr war sie zeitweise mit zusätzlich bewaffneten Kräften vor Ort. Siehe auch Region