Düren: Udo Biege: „Nach dem Stadtlauf ist vor dem Stadtlauf“

Düren : Udo Biege: „Nach dem Stadtlauf ist vor dem Stadtlauf“

Udo Biege macht direkt einmal klar, welche Dimension der Dürener Stadtlauf mittlerweile angenommen hat. „Nach dem Stadtlauf ist vor dem Stadtlauf“, sagt der Cheforganisator der Traditionsveranstaltung, die am Sonntag, 11. März, zum 33. Mal in der Innenstadt ausgetragen wird.

Und diese Intensität ist nicht unproblematisch: Vor drei Jahren, sagt Biege, gab es noch fünf Laufveranstaltungen in Düren, heute seien es noch zwei. Zuletzt wurde bekannt, dass der Rurtallauf, ebenso ein Event mit langer Tradition, in diesem Jahr nicht mehr stattfinden wird. Ein wichtiger Grund: Es finden sich nicht genügend Ehrenamtler, die bereit sind, mit anzupacken.

Der Sparkassen-Stadtlauf aber geht an den Start — und das solle auch so bleiben, sagt Biege. 120 Helfer stehen ihm zur Seite, nicht nur, aber auch an der offiziell vermessenen Strecke, die wie immer über 10 und 5 Kilometer führt. Schüler laufen 1,6 km, Bambini 346 Meter.

In den vergangenen beiden Jahren lag die Teilnehmerzahl bei rund 1500, eine stattliche Zahl, die zeigt, welche Bedeutung der Lauf mittlerweile hat. Es ist „eine Veranstaltung von Dürenern für Dürener (und andere) mit Dürenern“, steht auf dem Programmheft. Eine Formulierung, die Udo Zimmermann, stellvertretender Vorstand bei der Sparkasse Düren, gut gefällt, wie er sagt. „Deshalb engagieren wir uns gerne und wollen das auch weiter machen.“

Es ist nicht so, dass beim Stadtlauf keine guten Läufer wären. Aber es sei niemand am Start, der ein Antrittsgeld erhielte, betont Organisator Biege, der dem Ausrichterverein AS Düren 12 angehört (Veranstalter ist der GFC Düren 99). Früher, als der AS noch nicht verantwortlich war, sei Geld geflossen, um den Lauf aufzuwerten. Das verprelle aber die Hobbyläufer und auch die ambitionierten, durchaus leistungsorientierten Starter in Düren. Einer davon ist Fabian Rahn, ein Triathlon-Profi, der zur Königsveranstaltung nach Hawaii möchte und seit einiger Zeit im Hürtgenwald lebt.

Oder Yannick Stollenwerk, der 2013 gewonnen hat, beide laufen um die 30 Minuten. Nicht sehr viel schlechter war einst die Bestzeit von Peter Borsdorff, dem Läufer mit der Sammelbüchse. Der Dürener wird wieder dabei sein, um für kranke und behinderte Kinder zu sammeln. Borsdorff hofft nicht auf eine gute Zeit, sondern vielmehr auf eine schwere Büchse.

Auch das hat Tradition beim Sparkassen-Stadtlauf.

(inla)
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