Saisonauftakt in Bremen: TTC kämpft wieder gegen den Abstieg

Saisonauftakt in Bremen : TTC kämpft wieder gegen den Abstieg

20 Spiele, 20 Niederlagen. Die vergangene Saison war eine ganz harte Nummer für den TTC Indeland Jülich in der Tischtennis-Bundesliga. Zwar war die Mannschaft von Trainer Miro Broda in einigen Spielen dicht dran am Erfolg, um am Ende dann aber doch geschlagen den Tisch verlassen zu müssen.

„In dieser Saison wollen wir besser abschneiden“, sagt der Trainer vor dem Start in die neue Spielzeit.

Am Sonntag, 18. August, müssen die Herzogstädter zu Werder Bremen. Der erste Aufschlag erfolgt um 15 Uhr.

Der Etat des Tischtennisklubs hat sich allenfalls unwesentlich verändert. Die finanziellen Mittel bleiben weiterhin sehr begrenzt. Geld, um den einen oder anderen Star der Szene an die Rur zu locken, ist keins da.

Also müssen die Jülicher ihrer Politik der vergangenen Jahre treu bleiben und auf Talente setzen. Mit dem Belgier Robin Devos und dem deutschen Nationalspieler Dennis Klein stehen zwei Spieler des letztjährigen Teams weiterhin auf der Gehaltsliste. Die Verpflichtung des slowenischen Internationalen Deni Kozul (Weltrangliste Nr. 89) und des dreimaligen niederländischen Meisters Ewout Oostwouder bedeuten: Es stehen zwei Neue im Kader. „Jetzt haben wir wirklich vier Spieler“, freut sich Trainer Broda über die Veränderungen.

Wollen den Klassenerhalt in der Ersten Bundesliga schaffen (von links): Robin Devos, Deni Kozul, Dennis Klein, Ewout Oostwouder und Trainer Miro Broda. Foto: Günther Kròl

Erstmals seit der Aufstockung auf zwölf Klubs hat die Bundesliga diesmal ihre Sollstärke erreicht. Doch das war nur möglich, indem die Liga dem TTC Ebner Ulm eine Wildcard gab. „Gegen den Willen einiger Klubs“, wie TTC-Präsident Mike Küven betont. „Aber der Aufsichtsrat wollte das.“ Also beginnt ein Verein seine Klubgeschichte in der höchsten Spielklasse. Das ist sicherlich auch ein Vorgang, der in den meisten anderen Sportarten völlig undenkbar wäre. „Man verspricht sich davon eine stärkere Präsenz in den Medien und somit eine größere Attraktivität“, so Küven zu den Beweggründen der Liga-Bosse.

Für den TTC Indeland Jülich bedeutet das, dass es definitiv gegen den Abstieg geht. Denn selbst wenn nur ein Zweitligist, der am Ende unter den ersten Drei der Tabelle steht, aufsteigen will, muss der Bundesliga-Zwölfte runter. Für Miro Broda ist es durchaus denkbar, den Klassenerhalt sportlich zu schaffen. „Es gibt schon Mannschaften, die wir schlagen können“, glaubt der Jülicher Trainer.

Zwei Faktoren

Das wird aber entscheidend von zwei Faktoren abhängen. Zum einen muss Deni Kozul eine gute Premierensaison spielen, zum anderen Dennis Klein sein Leistungsvermögen häufiger abrufen und seine Nerven im Griff haben. Von Klein erwartet Manager Arnold Beginn, dass er sich wesentlich stärker präsentiert als bisher. Die Voraussetzungen dazu hat der 22-Jährige offenbar geschaffen. Er rückt in den A-Kader der Nationalmannschaft auf und hat sich als Sportsoldat verpflichtet.

Facettenreich und abgerundet

Das Jülicher Gesamtbild ist im Vergleich zur letzten Spielzeit wesentlich facettenreicher und abgerundeter. Und wenn sich das auch in den Ergebnissen widerspiegelt, dann sind die Leiden des TTC Indelandin der Bundesliga zumindest wesentlich abgemildert.

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