Düren: „Trio mit Schwung“ bietet einen Konzertabend der Extraklasse

Düren : „Trio mit Schwung“ bietet einen Konzertabend der Extraklasse

„Trio mit Schwung“ lautet die Übersetzung des Ensemblenamens des „Trio Con Brio Copenhagen“. Und den brachte das dänisch-koreanische Musikergespann in großen Mengen mit zu ihrem Auftritt ins Haus der Stadt. Sie interpretierten Werke von Joseph Haydn, Bedich Smetana und Franz Schubert auf höchstem spielerischen und interpretatorischen Niveau.

Wer am Montagabend nicht dabei sein konnte, muss nicht verzweifeln: Die international erfolgreichen Musiker gastierten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „WDR 3 Kammerkonzerte NRW“ in Düren. Das bedeutet: Das Konzert wurde mitgeschnitten und wird demnächst im Radio zu hören sein. Eingebunden war der Konzertabend der Extraklasse auch in die Reihe „Industriekonzerte“ der Vereinigten Industrieverbände (VIV).

„Trio Con Brio“ — das sind Soo-Jin Hong (Violine), ihre Schwester Soo-Kyung Hong (Violoncello) und Jens Elvekjaer (Klavier). Die Drei lernten sich Ende der Neunzigerjahre an der Musikhochschule in Wien kennen und beschlossen, zukünftig nur noch gemeinsam Musik zu machen. Nach Studienaufenthalten in Köln und Budapest reiste das Trio zu Auftritten in der ganzen Welt. Kritiker loben den einzigartigen, besonderen Sound der Musiker, die schnell auch wichtige Preise abräumten. 2005 erhielten die Virtuosen den „Kalichstein-Laredo-Robinson International Piano Trio Award“ und schafften damit den Durchbruch auch in den USA. Heute leben die Musiker in Kopenhagen.

Jens Elvekjaer und Soo-Kyung Hong sind verheiratet. Zu dritt sind sie immer wieder Gäste der beruhmtesten Konzertreihen und Sale Europas. Sie touren in den USA und auch in Asien.

Das Zusammenspiel der Drei beinhaltete nicht nur äußerste Sorgfalt in Bezug auf das eigene Spiel, sondern auch in der Achtsamkeit gegenüber den anderen Musikern. Auffällig war, wie konzentriert sie dem Klang und Hall der Mitmusiker nachspürten, um sich genau im richtigen Moment einzuklinken. Dazu suchten sie auch immer wieder Blickkontakt untereinander. Mühelos nahmen sie die Zuhörer mit von heiteren Klängen bei Joseph Haydn hin zu den nach dumpfer Verzweiflung klingenden Tönen von Bedich Smetana.

Interessante Gegensätze

„Ein sorgfältig ausgesuchtes Konzertprogramm zeichnet sich durch Gegensätze, ganz gleich welcher Art aus. Sie wecken bei dem jeweils gespielten Stück allein durch seine Kontrastwirkung ein besonderes Hör-Interesse aus“ erklärt Professor Wolfram Breuer von der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, der auch für die Auswahl der VIV-Industriekonzerte mit verantwortlich zeichnet, im Programmheft.

Die Frische und der Nuancenreichtum von „Trio Con Brio“, gepaart mit einem äußerst sympathischen Auftritt und der Klangschärfe der Musik überzeugten auch die Dürener Zuschauer, die langanhaltend applaudierten.

Mehr von Aachener Nachrichten