Kreis Düren: Treffen der Karnevalsgesellschaften: „Mir fiere zosamme en eenem Kreis“

Kreis Düren: Treffen der Karnevalsgesellschaften: „Mir fiere zosamme en eenem Kreis“

„Ob met DN oder JÜL ongerwäs, mir fiere zosamme en eenem Kreis“: In diesem Sinne trafen sich die Abordnungen von 55 Karnevalsgesellschaften zwischen Titz und Heimbach zum gemeinsamen Singen, Schunkeln, Tanzen und Lachen. Dazu wurde die Aula des Berufskollegs am Vorabend des Weiberfastnachts einmal mehr in ein prächtiges Farbenmeer.

Das können auch die kleinen Tollitäten. Beim mittlerweile traditionellen Kinderempfang waren 15 Gesellschaften vertreten, die, egal ob mit DN- oder JÜL-Kennzeichen unterwegs, ihren Spaß an der gemeinsamen Party hatten. Wie stets führte RvD-Vizepräsident Wino Ulhas durchs Bühneprogramm, das ausschließlich von Nachwuchskräften gestaltet wurde.

Für Rolf-Peter Hohn, den Präsidenten des Regionalverbandes Dürener Karneval, war der Abend ein ganz besonderer, nämlich sein letzter in dieser Funktion. „Er ist der Erfinder des närrischen Empfangs am Mittwoch vor dem Straßenkarneval“, würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn den Mann, der die Narretei an der Rur über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. Wo sonst gibt es ein derart großes Tollitäten-Treffen wie beim närrischen Empfang des Kreises Düren? Als Dank für vorbildliches Engagement überreicht der Landrat dem RvD-Präsidenten eine transparente Skulptur des Kreis-Löwen — im Namen aller Narren im Saal und aller Menschen im Kreis Düren. Ein weiteres Dankeschön gebührte Marc Herpertz. Seine Firma stiftet seit Jahr und Tag den Sessionsorden des Kreises, den diesmal — passend zum Motto - ein VW Käfer zierte.

Mit der Unermüdlichkeit des Wolfsburger Krabbeltiers (er läuft und läuft und läuft) bat RvD-Vizepräsident Heribert Kaptain die Abordnungen der Gesellschaften nach und nach auf die Bühne. Umrahmt von den Klängen des treuen Tastenmanns Heinz-Josef Oepen aus Ellen traten die Tollitäten ins Rampenlicht. Ordentausch, Erinnerungsfoto, Abmarsch!

Kölsche Tön‘ dürfen im Karneval nicht fehlen, klar. Doch ohne Worte geht es schon. Das Trompetercorps „Zierte Jonge“ aus Niederzier spielte zum ersten Mal beim närrischen Empfang des Kreises in der Aula des Berufskollegs auf und eroberte die Jecken im Nu. Raumfüllend auf der Bühne, überwältigend im Saal. Bei der Dynamik stand kein Bein still — einfach erste Sahne! „Das war ein Höhepunkt des Abends“, befand nicht nur Landrat Wolfgang Spelthahn.

Die Spenden der Gäste kommen Menschen zugute, denen derzeit nicht zum Lachen zumute ist: den Patienten auf der Kinderstation des St.-Marien-Hospitals in Birkesdorf.

(red)
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