Düren: Trecker-Parade beim Mundart-Festival: Der Lanz-Sound hypnotisiert

Düren : Trecker-Parade beim Mundart-Festival: Der Lanz-Sound hypnotisiert

Die Trecker von Hubert Antons und seinen Freunden liefen heiß. Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Schlepper des Trecker- und Lanz-Vereines abfahrbereit sind. „Früher haben die Bauern die Trecker auch nie stillgesetzt, wenn sie ihre Mittagspause gemacht haben“, erzählte Antons.

Und früher hätten die Bauern auch nach dem Vorwärmen mit der Glühlampe eine Zigarette geraucht. „Wenn die aufgeraucht war, dann war die Glühnadel heiß, und es konnte losgehen.“ Antons hat als Kind Landwirtschaft und Traktoren kennengelernt. Sein Freund Norbert Haas ebenso. Bei Antons‘ auf dem Hof gab es sogar einen Lanz Bulldog. „Es ist der unverwechselbare Sound“, sagte Norbert Haas, „der das Herz der Treckerfans höher schlagen lässt.“ Die Krönung dabei ist der Lanz-Sound.

Das Aufwärmgeräusch hat schon am Samstag beim Aufbau im Stadtpark Kinder und Jugendliche angezogen. Hauptsächlich Jungs, zwischen zehn und 13 Jahren, sind von diesem Sound quasi hypnotisiert. „In dem Alter haben wir schon auf dem Trecker gesessen“, sagte Antons und lachte. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins.

Nach einer Fahrt über die Insel Mallorca haben sich die Trecker-Freunde aus Düren und Umgebung zusammengeschlossen. Das war vor elf Jahren. Seit sechs Jahren sind sie fester Bestandteil des Dürener Mundart-Festivals. Dazu gehört auch seit 2017 eine Planwagenfahrt mit Kindern durch den Park. Und wieder die Tour bis zum Kaiserplatz und zurück. Schlepper machen sich auf die Tour, bestaunt von vielen Menschen am Weg und in der City. Antons‘ Schätzchen, ein Schlepper von 1920, in den Dolomiten gefunden, darf aber nicht mit. Er schafft die Strecke nicht mehr.

(wey)