Heimbach: Traumberuf: Internationaler Konzertpianist

Heimbach: Traumberuf: Internationaler Konzertpianist

Manchmal fährt Levi Julius Sochor zum Klavierunterricht nach Hannover, manchmal aber auch nach Berlin oder Köln. „Ich richte mich da ganz nach dem Konzertplan von Lars Vogt. Das ist ja mein Professor. Und auch mein großes Vorbild.“

Levi Julius Sochor ist zwölf Jahre alt, lebt in Magdeburg und ist der jüngste Teilnehmer des Kammermusikfestivals „Spannungen“ in diesem Jahr. Bei drei Konzerten hat er in der Festivalwoche gespielt — und das Heimbacher Publikum absolut begeistert.

Aufmerksamer Zuhörer: Lars Vogt, der an der Musikhochschule Hannover eine Professur innehat, unterrichtet Levi Julius Sochor. Foto: Sandra Kinkel

Mit zwei Jahren hat Levi angefangen, Klavier zu spielen, seitdem er drei ist, bekommt er Unterricht. „Ich kann nicht genau beschreiben, was mir am Klavierspielen so gut gefällt“ sagt der hochbegabte Junge. „Ich habe auch mal versucht, Geige zu spielen, aber das hat mir überhaupt nicht gefallen. Irgendwie bringt mir das Klavier inneren Frieden.“

Außerdem, so der Sechstklässler weiter, sei es auch ein tolles Gefühl, den Leuten eine Freude zu machen. Dass ihr Sohn ein Ausnahmetalent ist, hat Mutter Antje Sochor früh festgestellt. „Er hat sich einfach ans Klavier gesetzt und Kinderlieder gespielt. Mit zwei Jahren.“

Vor einigen Jahren hat er bei einem Meisterkurs den mittlerweile verstorbenen Professor Karl-Heinz Kämmerling kennengelernt, bei dem übrigens auch Lars Vogt studiert hat. Levi: „Professor Kämmerling hat mich zuerst vier Jahre unterrichtet und Lars hat mich dann übernommen. Und ich bin sehr zufrieden.“

Mit sechs Jahren hat Levi sein Orchesterdebüt gegeben, seitdem konzertiert er regelmäßig und nimmt auch an Wettbewerben teil. „An Heimbach gefällt mir sehr, dass das Alter keine Rolle spielt. Weil hier einfach die Chemie zwischen uns Musikern stimmt. Und ich kann unheimlich viel lernen, weil ich so viele Möglichkeiten habe, den anderen Musikern zuzuhören.“

Für die Festivalwoche hat Levi Julius Sochor schulfrei bekommen. „Aber Hausaufgaben muss ich schon machen.“ Klar, dass der Junge, der sich für Fantasy interessiert, gerne liest und auch Rock und Pop hört, nicht immer Lust zum Üben hat. „Ich muss es aber trotzdem machen. Und meistens fesseln mich die Stücke, die ich spiele ja auch sehr.“

Levi Julius Sochors großer Traum ist es, eines Tages selbst als Pianist zu arbeiten. „Ich glaube, dass es ein tolles Leben ist, wenn man durch die Welt reisen und Konzerte geben kann. Und das möchte ich später auch machen.“ Levi ist auf dem besten Weg dahin.

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