Nideggen: Trauercafé bekommt Unterstützung

Nideggen : Trauercafé bekommt Unterstützung

Der Präsident des Lions Clubs „Kreuzau-Rureifel“, Jean Stollenwerk, überreichte Vertretern der „Hospizbewegung Rureifel“, Rosi Wintz, Claudia Ferguson und Jörg Ringler, einen Scheck über 1000 Euro. Das Geld wird für den Ausbau der Trauerarbeit im Trauercafé verwendet.

Die Untergruppe „Trauerarbeit“ des Hospizes wurde bisher noch nicht finanziell unterstützt. So können Rosi Wintz und Claudia Ferguson demnächst in ihrer Freizeit an einem 80-stündigen Seminar im Bergischen Land unter der Fragestellung „Wie können wir Trauernden in Zukunft noch effektiver helfen?“ teilnehmen.

Menschlichkeit durch Ehrenamtler

Rosi Wintz und Claudia Ferguson sind schon seit Jahren in der Begleitung Trauernder aktiv. Ihre Aufgabe ist es, nach einem Trauerfall die Zurückgebliebenen in Gesprächen zu begleiten und zu unterstützen. Dabei sind das „offene Ohr“ und das aktive Zuhören sehr wichtig. Das Besondere an der Trauerarbeit des Hospizes in Nideggen ist, dass die Arbeit mit den Trauernden nicht an Zeiten und Daten gebunden ist. „Trauer ist nicht planbar“, erklärte Rosi Wintz, „denn sie setzt oft erst nach Jahren ein.“ An jedem zweiten Samstag im Monat ist in der Kirchgasse 6 in Nideggen in der Zeit von 10 bis 12 Uhr das Trauercafé geöffnet.

Jean Stollenwerk zeigte offen seine Freude über ihre Gabe an die „Hospizbewegung Rureifel“. Ein Vorgang, bei dem — nicht selten in Deutschland — Ehrenamtler eines Vereins Ehrenamtler eines anderen Vereins unterstützen. Jean Stollenwerk: „Ich bin stolz, dass wir Lions bei dieser sinnvollen Arbeit des Trauercafés behilflich sein können.“ Die 1000 Euro seien der Erlös aus der Tätigkeit der Lions beim Adventsmarkt auf dem Marktplatz in Nideggen im Dezember 2017. Stollenwerk erinnerte an die vielen Projekte, bei dem der Lions Club „Kreuzau-Rureifel“ schon in dem mittelalterlichen Städtchen mitgeholfen habe.

Bürgermeister Marco Schmunkamp bedankte sich bei den Mitgliedern des Hospizes und bei den Lions für ihre herausragende und wichtige Arbeit in Nideggen. „Es ist fantastisch“, sagte Schmunkamp, „wenn etwas aus Nideggen für Nideggen getan wird.“ Ohne die helfenden Hände von Ehrenamtlern würde ein großes Stück Menschlichkeit verlorengehen, ergänzte der erste Bürger der Stadt.

Was dem Bürgermeister und dem Lions-Präsidenten Stollenwerk fehle, sei die Akzeptanz vieler Bürger für die ehrenamtliche Arbeit in der Stadt. So könne beispielsweise ein Adventsmarkt nur durch die Mitarbeit und die Unterstützung der Nideggener Bürger weiterleben. Einsatz und Taten seien gefragt — und wenn es nur der Besuch auf dem Adventsmarkt oder einem der anderen Feste in der Stadt sei.

(bel)
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