Düren/Dresden: Traditionsgruppe Fridericus Rex wird eine besondere Ehre zuteil

Düren/Dresden: Traditionsgruppe Fridericus Rex wird eine besondere Ehre zuteil

Bereits zum wiederholten Mal präsentierte der Traditionsverein Dresdner Barock e.V. im Dresdner Lustlager mit Musica, gesitteten Tänzen und militärischen Exerzitien barocke Festkultur und das Leben im 18. Jahrhundert. Die Dürener Traditionsgruppe Fridericus Rex war mit von der Partie.

Zu Gast im Lustlager August II., König in Polen und Kurfürst von Sachsen (August der Starke) weilte Friedrich II. von Preußen (Alter Fritz), der samt Hofstaat in friedlicher und freundschaftlicher Gesinnung die beschwerliche Reise nach Sachsen angetreten hatte, um die sächsische Geselligkeit zu genießen.

Eine besondere Ehre wurde der ebenfalls eingeladenen Dürener Gruppe zuteil: Nach dem Besuch des Grünen Gewölbes in Begleitung des Grafen von Schwabe zu Nau geleitete August der Starke höchstselbst die Dürener Offiziere nebst ihren Hofdamen durch seine Stadt und führte sie zu seiner Tafel im Pulverturm in den Kellergewölben des „Coselpalais” zum königlich-sächsischen Mahl.

Ein prunksüchtiger Regent

Es gibt keine weitere Person, die in Verbindung mit Dresden eine solche Berühmtheit erlangt hat, wie August der Starke. Prunksüchtig und verschwenderisch liebte er pompöse Feste, die sich schon einmal über Wochen hinziehen konnten. Während seiner Regentschaft entstanden der Zwinger, die Frauenkirche und Schloss Pillnitz (einst Geschenk an seine wohl bekannteste Mätresse, Gräfin Anna Constantia Cosel). Mit der Schatzkammer im Grünen Gewölbe realisierte er seine Vision vom barocken Gesamtkunstwerk.

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