Tourismus im Kreis Düren: Zahl der Gäste steigt weiter

Tourismus im Kreis Düren : Es kommen mehr Gäste, aber sie bleiben kürzer

Die Städte und Gemeinden im Kreis Düren sind bei Touristen und Geschäftsreisenden weiter stark gefragt. Das lässt sich aus den Zahlen schließen, die von den Landesstatistikern von IT NRW nun veröffentlicht wurden.

Im vergangenen Jahr haben rund 222.500 Menschen in Betrieben mit zehn oder mehr Betten übernachtet.

Das ist gegenüber 2017 eine Steigerung um 13,5 Prozent, als knapp 196.000 Gästeankünfte registriert worden sind. Das berichtet die Kreisverwaltung, die auf eine Besonderheit hinweist: Es falle auf, dass die Zahl der ausländischen Besucher prozentual noch stärker gestiegen ist: von 37.500 auf 51.400, also um rund 37 Prozent.

Innerhalb des Kreises bleibt die Stadt Heimbach so etwas wie die touristische Metropole. Sie legt bei den Gästeankünften um satte 60 Prozent zu. Unter den fast 60.000 Besuchern (Vorjahr 37.200) kamen 27.100 aus dem Ausland.

Die zweithöchsten Gästeankünfte in größeren Häusern hatte 2018 die Stadt Düren zu verzeichnen. Sie bringt es auf fast 50.000 Gästeankünfte (plus 6,5 Prozent). Auf Platz 3 folgt Jülich (38.300). Dahinter rangiert die Stadt Nideggen, die in der Liste von IT NRW ebenfalls deutlich zugelegt hat: um 6,3 Prozent auf 33.150.

Auffallend ist auch das statistische Plus in Niederzier. Die Gemeinde hat bei den Gästeankünften um 16 Prozent auf gut 4300 zugelegt. Im Vorjahr waren es 3700.

„Die vielen Investitionen der Betriebe im Gastgewerbe sowie die touristischen Impulse des Kreises Düren und seiner Kommunen zeigen seit Jahren Wirkung: Immer mehr Menschen entdecken den Kreis Düren als Freizeit- und Urlaubsregion für sich und stärken mit ihren Ausgaben die Wirtschaft vor Ort“, fällt die Bewertung von Landrat Wolfgang Spelthahn wenig überraschend positiv aus. Er sieht einen „anhaltenden Aufschwung dieser wichtigen Branche“.

Aufenthaltsdauer ist gesunken

Eine Verschlechterung gibt es dennoch. Die Aufenthaltsdauer der Gäste in den größeren Beherbergungsbetrieben im Kreis Düren ist gesunken. Von drei auf 2,6 Tage; in der Gruppe der ausländischen Besucher sank sie von 5,6 auf 3,8 Tage. Damit ist die Zahl der Gästeübernachtungen insgesamt leicht rückläufig. Sie ging von rund 582.000 auf 576.000 zurück. „Das ist gegenüber dem Vorjahr zwar ein Minus von 1,1 Prozent, gleichwohl aber der zweitbeste Wert in diesem Jahrzehnt“, heißt es in der Information des Kreises Düren.

(red)
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