Heinsberg/Düren: Tote Bussarde entdeckt

Heinsberg/Düren: Tote Bussarde entdeckt

Bei einer Kontrolle von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen haben Polizei und Tierschützer 28 illegale Vogel-Fallen entdeckt.

Außerdem habe man einen gefangenen Greifvogel, sowie zehn Kadaver von vergifteten und geschossenen Vögeln geschützter Arten entdeckt.

Insgesamt seien sechs Strafverfahren eingeleitet worden, teilte das „Komitees gegen den Vogelmord” am Dienstag mit. Polizeisprecher in Heinsberg, Wesel und Neuss bestätigten auf Anfrage mehrere entsprechende Funde in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen, Kleve, Wesel, Borken, Neuss und Düren.

„Offenbar pfeifen viele Jäger im Rheinland auf das Gesetz und töten gewohnheitsmäßig geschützte Arten”, kommentierte Komiteepräsident Heinz Schwarze die Funde. Das Aufstellen von Tellereisen und Vogelfallen ist in Nordrhein-Westfalen verboten und stellt einen Verstoß gegen das Jagdgesetz dar. Das Fangen und Töten von Greifvögeln kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

Das Bonner Komitee gegen den Vogelmord berichtete am Dienstag, Aktivisten hätten nach Hinweisen in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen, Kleve, Wesel, Borken, Neuss und Düren zahlreiche illegale Tierfallen sowie vergiftete, gefangene und geschossene Vögel geschützter Arten entdeckt.

Im Kreis Heinsberg habe eine Zeugin dem Komitee drei tote Mäusebussarde gemeldet, die neben einer offensichtlich vergifteten Ködertaube gefunden worden seien. Die Kadaver seien dem Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld zur weiteren Analyse übergeben worden.

An einem Luderplatz für Füchse und Wildschweine seien die Reste von zwei mit Schrot geschossenen Graureihern entdeckt worden. In beiden Fällen haben die Vogelschützer nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Aachen erstattet. Zudem sei im Kreis Heinsberg eine illegal aufgestellte Durchlauffalle entdeckt worden.

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