Düren: Topsprinter André Greipel fährt in Düren

Düren : Topsprinter André Greipel fährt in Düren

Der bislang größte Erfolg für den Dürener Radsport hat mit der Stadt bis jetzt eigentlich nichts am Hut. Der Erfolg ist André Greipel beziehungsweise, dass er bei „Rund in Düren“ am Samstag, 22. September, an den Start geht. Er gehört unter anderem mit elf Siegen bei der Tour de France zu den weltbesten Sprintern — bei der prestigeträchtigen letzten Etappe auf der Champs-Élysées landete der 36-Jährige gebürtige Rostocker gleich zweimal ganz vorne.

Greipel fährt für das belgische Team „Lotto Soudal“. Und er ist nicht der einzige bekannte Profi der deutschen Radsportszene, der seine Runden durch die Dürener Innenstadt ziehen wird. Auch Christian Knees, Nikias Arndt, Phil Bauhaus und Roger Kluge haben für das Rennen ab 17.30 Uhr zugesagt (siehe Liste). Jungstar Nils Pollit sollte ebenfalls kommen, der 24-jährige Kölner wurde aber dann für die zeitgleich stattfindende WM (Team Katusha Alpecin) nominiert.

Organisiert „Rund in Düren“: Sven Rehbein. Foto: cro

Sven Rehbein setzt große Hoffnung in diese Namen, allen voran in Greipel. Er ist 2. Vorsitzender des RSV Düren und für das „Team Düren“ verantwortlich. „Aus finanziellen Gründen hätte das Rennen eigentlich nicht stattfinden können. Wir wollten es aber trotzdem machen. Die großen Namen sollen jetzt natürlich helfen, die Veranstaltung wieder interessanter zu machen“, sagt der vom „Team Düren“, das zehn der bis zu 60 Fahrer beim Heimrennen stellen wird. Start und Ziel ist wieder der Marktplatz, im vergangenen Jahr verlief die Strecke wegen der Bauarbeiten anders. „Wir sind viele und wir kennen die kurvige Strecke mit kurzen Geraden — die Profis mögen so etwas nicht so gerne. Wenn wir unter den Top Fünf landen, wäre das Weltklasse.“

Profis fahren ohne Gage

Die genannten Profis werden den Verein trotz seiner knappen Kasse für solch ein Event nicht in den Ruin treiben, betont Rehbein. Sie starten allesamt umsonst, verzichten auf eine Gesamtgage von mehreren Zehntausend Euro. „Die guten Kontakte, die über die Jahre in der Rennszene entstanden sind, machen das möglich“, erklärt Rehbein. „Das liegt auch an unserem Fahrer Peter Büsch, der die Jungs gut kennt, und die zu seinem Abschiedsrennen aus Anerkennung kommen.“ Für den Radsport-Höhepunkt des Jahres wünscht sich Rehbein trockenes Wetter — und bis zu 5000 Zuschauer.

Infos zu den einzelnen Rennen, den Zeitabläufen, Sperrungen und sonstige Hinweise folgen in der kommenden Woche.