Düren: Tonito Alexis: Zum Clown einfach geboren

Düren: Tonito Alexis: Zum Clown einfach geboren

Irgendwie ist es für Tonito Alexis ein Heimspiel. Seit Dienstag ist der 18-Jährige erst wieder in Düren, aber etliche Verwandte haben ihn und seine Eltern schon besucht, er war im Kino in Düren und hat beim Straßenverkehrsamt seinen Führerschein abgeholt.

Nichts besonderes, sagen Sie? Für Tonito Alexis schon. Der junge Mann ist Nachwuchsclown im Zirkus Krone, der Dienstag auf dem Annakirmesplatz seine Premiere feiert. Und von April bis November dauernd unterwegs. „Aber das Gastspiel in Düren ist etwas Besonderes”, sagt der junge Mann, dem der Schalk aus den Augen blitz, der immer ein Scherz auf den Lippen hat und fast immer lächelt. „Hier bin ich zu Hause.”

Tonito Alexis ist nämlich in Birkesdorf geboren, seine Mutter stammt aus einer Kreuzauer Schaustellerfamilie, seine Eltern sind hier gemeldet, fahren immer noch ein Auto mit Dürener Nummernschild. „Ich bin teilweise in Kreuzau zur Grund- und zur Hauptschule gegangen”, erzählt Tonito. „Und meistens kommen wir immer auch noch einmal im Jahr nach hier, um unsere Verwandten zu besuchen.”

Tonito Alexis ist Clown mit Leib und Seele, dieser Beruf ist für eine Berufung, das Talent hat er vermutlich mit der Muttermilch aufgesogen. Nicht nur seine Eltern und sein großer Bruder sind Clowns, nein, auch Tonitos Großvater, Ur-Großvater, und Ur-Ur-Großvater haben schon die Menschen in der Zirkusmanege zum Lachen gebracht. „Ich hatte meinen ersten Auftritt mit drei Jahren vor 5000 Zuschauern in Köln. Seitdem will ich nichts mehr anderes als Clown sein. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man in die Mange kommt, und die Leute schon lächeltn, weil sie wissen, jetzt gibt es gleich was zu lachen.”

Beim Zirkus Krone tritt Tonito Alexis gemeinsam mit seinen Eltern auf, die die Rolle der dummen Auguste übernommen haben. Tonito, der Trompete, Saxophon, Posaune und Concertina spielt, ist der etwas arrogante Weißclown. „Mein Traum ist”, sagt Tonito, der sich gerne noch an die Zeit erinnert, als er als Bücherwurm verkleidet im Karnevalszug in Kreuzau mit gegangen ist, „einmal in einem Slpastick-Film mitzuspielen. So wie Charlie Chaplin.” Bis dahin macht er sich aber erst einmal als Zirkusclown einen Namen. Und genießt die Zeit in der alten Heimat. „Zwei Sachen habe ich mir fest vorgenommen. Am Freitag morgen will ich in Kreuzau schwimmen gehen. Und dann noch zu meinem Zahnarzt. Da bekomm ich sogar heute noch einen Zuckerfreien Lutscher.”