Düren: Tommy Engel präsentiert sein „Songbook“

Düren : Tommy Engel präsentiert sein „Songbook“

Bekannte kölsche Klänge füllten den Saal im Haus der Stadt. Tommy Engel und seine Band präsentierten an zwei Konzertabenden „Dat Kölsche Songbook“ mit einer Auswahl aus dem Fundus der kölschen Musik. Neu interpretiert und weit entfernt von einfachen Coverstücken wurde den Klassikern ein neues musikalisches Gewand verliehen.

Der Titel ist eine Anspielung auf das „Great American Songbook“, in dem die einflussreichsten Songs der amerikanischen Unterhaltungsmusik der 1930er bis 1960er Jahre zusammengefasst sind. Diese Klassiker wurden bereits von etlichen Künstlern gecovert und neu aufgelegt und genau das haben die Musiker mit ihrer Song Auswahl gemacht.

Album aus Lieblingsliedern

„Wir haben gefragt, welche Lieder die Leute am liebsten mit auf eine einsame Insel nehmen würden“, erklärte Engel auf der Bühne. „Kompletter Quatsch, wer will schon mit einer CD stranden? Aber aus den Antworten ist dieses Album entstanden.“ Direkt das zweite Stück des ehemaligen Bläck-Fööss-Frontmannes war dann zur allgemeinen Erheiterung des Publikums von eben dieser Band. Engel konterte ganz trocken mit „Wat willste maache?“ und lachte herzlich.

Der Sänger führte gewohnt charmant und lustig durch das Programm, mit vielen Stücken über die Domstadt, mit Spaß, aber auch mit viel Emotion. Die Lieder waren nicht immer gleich erkennbar, aber trotzdem blieb der Kern erhalten. So wurde zum Beispiel aus „Et jitt kein Wood“ von Cat Ballou eine beeindruckende Rock-Ballade mit Gitarrensolo und Gänsehautgefühl. Auch ein echter Welthit wurde „eingekölscht“. Aus „Stand by me“ von Ben E. King wurde „Noh bei mir“.

„Dat Kölsche Songbook“ überzeugte sowohl mit der Songauswahl als auch mit der Darbietung. Das Konzert war laut, aber auch gefühlvoll, witzig, aber trotzdem emotional, richtig kölsch, aber keine Karnevalsfeier. Tommy Engel und Band brachten so, zusammen mit einigen Anekdoten zu den Liedern, ein abgerundetes Programm auf die Bühne. Belohnt wurden sie mit reichlich Jubel im voll besetzten Haus der Stadt.

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