Langerwehe/Aachen: Töpfermarkt: Von der uneingeschränkten Formenvielfalt fasziniert

Langerwehe/Aachen: Töpfermarkt: Von der uneingeschränkten Formenvielfalt fasziniert

Inka von Becker aus Aachen ist mit Ton aufgewachsen. Ihre Eltern sind beide Keramiker, schon als Kind hat die 29-Jährige häufig in der Töpferwerkstatt geholfen. Heute ist Inka von Becker selbst Keramikerin und eine der jüngsten Ausstellerinnen des 40. Langerweher Töpfermarktes. Sie kommt mit feinem Schmuck nach Langerwehe.

„Mich hat schon immer die uneingeschränkte Formenvielfalt an der Arbeit mit Ton fasziniert“, sagt Inka Becker. „Aber Edelmetalle und Schmuck gefallen mir auch sehr.“ Deswegen hat Inka von Becker nach der Schule auch zunächst eine Ausbildung zur Goldschmiedin gemacht und danach auf Gut Rosenberg im Aachener Stadtteil Horbach ein Handwerks-Design angeschlossen. „Es war von Anfang an mein Wunsch, beide Gewerke, also Töpferei und Goldschmiederei, miteinander zu verbinden. Das ist einfach meine Idee.“

In ihrer kleinen Werkstatt in Aachen fertigt Inka von Becker feinen Schmuck aus Keramik.

Bei Inka von Beckers Schmuckstücken dienen die Edelmetalle als Verbindungselemente, ihre „Edelsteine“ macht die junge Frau selbst — und zwar aus Ton. „Ich arbeite mit unglasiertem und glasiertem Porzellan, aber auch mit schwarzgebranntem Ton.“ Die meisten Teil, die Inka von Becker herstellt, sind handgeformt, sie arbeitet nie an der Drehscheibe. Sie fertigt sogar Ketten, die direkt auf die Trägerin zugeschnitten sind. „Ich mache Ketten“, erklärt die Designerin, „die sich beispielsweise an den Mundwinkeln der Leute, die sie anziehen, orientiert. Das sind echte Maßanfertigungen.“

Vom Langerweher Töpfermarkt hat Inka von Becker bisher nur von ihren Eltern erfahren. „Ich glaube, die waren früher auch einmal als Aussteller in Langerwehe. Ich bin sehr gespannt auf diesen Markt.“ Inka von Becker wird ihren Stand im alten Pastorat haben, sie hofft auf einen gelungenen Kontrast zwischen ihren modernen Schmuckstücken und den alten Räumlichkeiten.

Derzeit ist Inka von Becker häufig auf Kunsthandwerker-, Keramik- oder Schmuckmärkten untwegs. „Ich habe mich erst im Februar selbstständig gemacht. Im Augenblick habe ich in Aachen eine kleine Werkstatt mit einem Brennofen. Mein Ziel ist es aber schon, in zwei oder drei Jahren ein eigenes Atelier zu haben.“