Kreis Düren: Thomas Rachel nicht zu stoppen

Kreis Düren: Thomas Rachel nicht zu stoppen

Christdemokrat Thomas Rachel zieht wie schon 2005 als Direktkandidat des Kreises Düren in den Bundestag ein. Rachel holte 46,4 Prozent der Stimmen und konnte sein Ergebnis, das er vor vier Jahren einfuhr, um 1,4 Prozent steigern. Die CDU wurde mit 37,7 Prozent erwartungsgemäß stärkste Partei.

SPD-Herausforderer Dietmar Nietan kam auf 30,8 Prozent, seine Partei auf 25,5 Prozent. Bundesweit landeten die Sozialdemokraten nach aktuellen Hochrechnungen bei 23,1 Prozent, was für Nietan eine Zitterpartie bedeutet. Auf der Reserveliste war er auf Platz elf abgesichert. Ob dieser Platz ausreicht, ist noch unklar.

Ganz anders die Voraussetzungen für Oliver Krischer von den Grünen. Der 40-Jährige gehört dem nächsten Bundestag an, sein Listenplatz acht brachte ihn sicher nach Berlin. Krischer holte im Kreis 6,3 Prozent, seine Partei 7,8.

„Ein Super-Ergebnis”, sagte Thomas Rachel, „das zeigt, dass meine Arbeit im Kreis Düren von den Menschen absolut anerkannt wird.” Zudem sieht Rachel „einen Erfolg für mich als Person”. Der Christdemokrat schnitt deutlich besser ab als seine Partei.

Zufrieden zeigte sich auch Oliver Krischer, der mit seinen Grünen mehr als drei Prozent gutmachte. Dass er selbst weniger Stimmen erhielt, kümmerte ihn nicht, weil „für uns und für mich die Zweitstimme zählte”. Krischer war auf der Liste mit Platz acht so gut abgesichert, dass ein Einzug in den Bundestag Formsache war.

Auch Jörn Langefeld (FDP) und Valentin Veithen (Die Linke) fühlten sich als Wahlsieger. Mit 15 Prozent schnitt die FDP so gut wie noch nie ab und auch die Linke legte zu: Plus 2,9 Prozent.

Für Valentin Veithen hat sich damit gezeigt, „wie sehr unsere Argumente im Straßenwahlkampf zogen”. Jörn Langefeld freute sich, „drittstärkste Kraft zu sein, womit man sieht, dass unser Wahlkampf überzeugte”.

Sozialdemokrat Nietan haderte unterdessen mit seiner Partei. Der 45-Jährige forderte einen „inhaltlichen und personellen Neuanfang”. Die SPD müsse wieder sozialer werden, ohne „plump nach links zu rücken”. Dass die SPD nicht besser abgeschnitten hat, führte Nietan auch auf die geringe Wahlbeteiligung (im Kreis 72 Prozent) zurück.

Derweil freute sich Thomas Rachel darüber, über 22000 Stimmen mehr geholt zu haben als sein SPD-Herausforderer. Ob er weiter Staatssekretär bleiben würde, ließ er am Sonntagabend offen, musste er offen lassen, weil darüber später befunden wird. Sein Ergebnis von am Sonntag dürfte ihm bei der Entscheidung der Kanzlerin kaum zum Nachteil gereichen.