Theatergruppe aus Schlich feiert Premiere

Theater in Schlich : Die „Martinis“ feiern „Huhzick met Ähzezupp“

Die Theatergruppe „Die Martinis“ hat die Premiere des Stückes „Huhzick met Ähzezupp“ gefeiert. Die Tickets zu den sieben Aufführungen waren nur wenige Wochen nach Beginn des Vorverkaufs ausverkauft. Und wie immer, wurde dem Publikum gute Unterhaltung geboten.

Das Stück handelt von einer Schaustellerfamilie, die Dank einer zufälligen Erfindung zu Reichtum kommt. Während Otto Neureich (Rudi Schoenen) und seine Tochter Betty (Martina Krieger) bodenständig bleiben, steigt seiner Frau Ottilie (Josi Bröder) das viele Geld zu Kopf. Ihr Plan ist es, zum Kreis der Adligen zu gehören – und dazu will sie ihre Tochter Betty mit dem Grafen Hugo Romandeux (Siegmar Alfes) verheiraten. Ohne das Wissen ihres Mannes lädt sie diesen mit seiner Mutter ein und organisiert den Butler Jean (Martin Kuckertz), welcher der Familie die nötigen Manieren zeigen soll. Währenddessen ist die Gräfin mit ihrem Sohn unterwegs – und alles kommt anders als erwartet.

Die katholische Pfarrgemeinde St. Martinus D’horn hatte bereits Anfang der 90er Jahre eine Theatergruppe. Betreut wurde sie vom damaligen Pastor Hubert Müllers. Dies löste sich jedoch mit dem Weggang des Pastors auf. 2002 ergriff die damalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Mayer die Initiative und gründete eine neue Theatergruppe, die heutigen „Martinis“. Sie traten im Herbst 2002 zum ersten Mal mit dem Stück „Zo Fohs noh Keevelaer“ auf. Die Aufführung war auf Anhieb ein Erfolg. Und um möglichst vielen die Chance zu geben, dabei zu sein, wurden weitere Vorstellungen angesetzt. Seitdem führt die Gruppe jedes Jahr ein neues Theaterstück auf. Da die Vorstellungen immer ausverkauft sind, wurde auch die Anzahl der Aufführungen auf mittlerweile sieben Auftritte an zwei Wochenenden erhöht. Jede Vorstellung hat eine Kapazität von 120 Zuschauern, um ein persönliches, gemütliches Ambiente zu wahren.

Die Vorbereitung einer neuen Vorstellung beginnt immer mit dem Aussuchen eines geeigneten Stückes. Hierzu werden oft zehn bis zwanzig Stücke durchgelesen. Anschließend schreibt Maria Mayer das Stück vom Hochdeutschen in die Schlicher Mundart um, denn das ist das Markenzeichen der „Martinis“. Nach ersten Treffen und Besprechungen des Stückes in der Gruppe kommt es im März zu den ersten Proben. Getroffen wird sich von da an regelmäßig bis zu den Aufführungen im Oktober.

Zwei Jahre nach der Gründung der „Martinis“ wurde die Nachwuchsgruppe „Kleine Martinis“ ins Leben gerufen. Ihr Debüt gab sie 2004 mit dem Stück „Räuber Hotzenplotz“. Den Erlös aller Aufführungen spenden die „Martinis“ für einen guten Zweck.

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