Düren: „The Voice of Germany“ in der Arena Kreis Düren: Begeisterung hält sich in Grenzen

Düren : „The Voice of Germany“ in der Arena Kreis Düren: Begeisterung hält sich in Grenzen

„The Voice of Germany“ ist eine der beliebtesten Castingshows im Deutschen Fernsehen. Im Dezember wurde die Gewinnerin der Staffel 2017 gekürt und seitdem touren die Finalisten und zwei Wildcard-Gewinner durch Deutschland. Nun traten sie in der Arena Kreis Düren auf.

Der Abend begann mit einigen Einspielern aus der Sendung, die die Zuschauer auf der Leinwand über der Bühne betrachten konnten. In kleinen Schnipseln wurden Jury-Kommentare, aber auch Szenen aus vergangenen Staffeln gezeigt. Die Begeisterung auf den Rängen, die vielleicht auch wegen der Eintrittspreise nicht voll wurden, hielt sich bei diesem Start in Grenzen. Aufgefallen wäre das aber fast gar nicht, da der Applaus aus der Show praktischerweise mit eingespielt wurde.

Herzlicher Beifall

Als die Talente dann allerdings mit Pinks Hit „What About Us“ auf die Bühne kamen, wurden sie mit herzlichem Beifall empfangen. Siegerin Natia Todua sowie Benedikt Köstler, Anna Heimrath, Dzenan Buldic, Lara Samira Will und Gregor Hägele präsentierten zusammen mit einer Live-Band Coversongs als Solo, Duett oder in der ganzen Gruppe. Zwischen den Stücken wurden immer wieder Filmausschnitte gezeigt.

Als Natia Todua mit dem ersten Soloauftritt des Abends „Rehab“ präsentierte, hätte man fast denken können, die echte Amy Winehouse stünde noch einmal auf der Bühne. Trotzdem mangelte es nicht an der persönlichen Note bei der Interpretation des Stückes. Mit ihrem außergewöhnlichen Look und ihrer ganz besonderen Stimme bewies Natia Todua auch live, dass sie den Titel „The Voice of Germany 2017“ verdient hat.

Die angestrebte Wohnzimmeratmosphäre kam durchaus zu Stande. Es gab ausschließlich Sitzplätze und die vertraute Musik und Ausschnitte aus der Show, ließen die Zuschauer fast glauben, noch Zuhause vor dem Fernseher zu sein. Sogar auf der Bühne stand ein bequemer Sessel für die Akteure. Trotzdem ging es mit der Stimmung nach den ersten Songs bergauf. Als das A-Cappella gesungene Intro von Ed Sheerans „I see Fire“ erklang, hatte sich schon eine enthusiastisch kreischende Fankurve etabliert.

„The Voice of Germany — Live in Concert“ war insgesamt eine gute Gelegenheit, die Talente aus dem Fernsehen einmal ganz nah zu erleben — auch wenn die Anlehnung an die Fernsehshow mit Filmausschnitten teilweise gezwungen wirkte.

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