Kreuzau: „The Voice of Germany“: Country-Paar in den „Blind Auditions“

Kreuzau : „The Voice of Germany“: Country-Paar in den „Blind Auditions“

Ihr Wunschkandidat ist der finnische Sänger Samu Haber. „Samu mag genau wie wir Countrymusik, mit ihm würden wir gerne arbeiten. Aber am wichtigsten ist, dass sich überhaupt einer der Juroren für uns umdreht.“ Silke Mohnfeld lächelt.

Die 41-Jährige sitzt mit ihrem Ehemann und Duo-Partner Alexander (50) im Wohnzimmer in Drove und sieht entspannt aus. Und das, obwohl das „Duo Poppyfield“ vermutlich gerade einige der aufregendsten Tage in seinem Musikerdasein erlebt. Die Mohnfelds, die sich weit über die Grenzen des Kreises Düren einen Namen als Country-Duo gemacht haben, wagten den Weg ins Fernsehen. Sie haben sich für die Casting-Show „The Voice of Germany“ beworben, die bei Sat.1 und ProSieben ausgestrahlt wird und mit knapp vier Millionen Zuschauern zuletzt einen Marktanteil von mehr als zwölf Prozent erreichte.

„Eigentlich“, sagt Alexander Mohnfeld, „hatten wir nicht vor, zu einer Casting-Show zu gehen. Ich dachte, dass wir dafür zu alt sind.“ Ein Freund hat die beiden überzeugt, sich bei „The Voice of Germany“ zu bewerben. „Das ist die einzige Show, die überhaupt infrage gekommen ist“, erzählt Silke Mohnfeld. „Weil das die einzige Sendung ist, bei der es wirklich um die Stimme geht. Und bei der sich nicht über die Kandidaten lustig gemacht wird.“

Genau wie gut 13.000 andere Bewerber haben Silke und Alexander Mohnfeld sich via Internet bei der Casting-Show angemeldet. Sie sind nach Köln eingeladen worden, haben vier Runden durchlaufen — und wurden erst einmal wieder nach Hause geschickt. Alexander Mohnfeld: „14 Tage später haben wir eine E-Mail mit der Einladung zum nächsten Casting in Berlin bekommen.“

Dieses Prozedere hat sich noch zweimal wiederholt. „Die Leute, denen wir vorgesungen haben, wurden immer wichtiger“, sagt Alexander Mohnfeld. „Zum Schluss waren die Entscheidungsträger der Produktionsfirma und von Universal Music dabei.“ „Unser erstes Ziel“, ergänzt Silke Mohnfeld, „war, zu den ‚Blind Auditions‘ eingeladen zu werden. Das haben wir geschafft.“ Mit anderen Worten: Die Mohnfelds haben es unter die besten 130 geschafft, am kommenden Sonntag (20.15 Uhr, Sat.1) wird die Sendung mit ihrer „Blind Audition“ ausgestrahlt. „Das Niveau der Show“, sagt Silke Mohnfeld, „ist sehr hoch. Es sind viele Profimusiker mit dabei, und wir sind stolz, dass wir es so weit geschafft haben. Und das mit Countrymusic.“

Gute Texte

Country ist Silke und Alexander Mohnfelds große Leidenschaft, es war den beiden wichtig, auch bei „The Voice“ diese Musikrichtung zu vertreten. „Mein Mann hat schon immer Country gemacht“, sagt Silke Mohnfeld. „Mich faszinieren vor allem die guten Texte der Country-Songs.“ Ob sich bei den „Blind Auditions“ einer der Juroren für die Mohnfelds umgedreht hat, dürfen die beiden noch nicht verraten. Dass die Zeit im Fernsehstudio total spannend war, dagegen schon.

Alexander Mohnfeld: „An so einer Produktion sind viele Menschen beteiligt. Alle waren sehr nett, vor allem die Band war toll.“ So nervös wie bei der Fernsehaufzeichnung sei sie noch nie gewesen. „Wenn mein Mann kurz vor dem Auftritt gesagt hätte, dass wir abhauen sollen — ich wäre mitgegangen. Ich habe vor Aufregung gezittert.“ Zum Glück sind die Mohnfelds geblieben, denn die Zeit beim Fernsehen war für sie eine wichtige Erfahrung, die sie auch musikalisch weitergebracht hat. „Allein, weil wir versucht haben, aus einem Song der zu unserem Repertoire gehört, noch einmal alles herauszuholen.“

(kin)
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