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Düren: „The Story behind Untitled“: Betrachter soll sich selbst ein Bild machen

Düren : „The Story behind Untitled“: Betrachter soll sich selbst ein Bild machen

Muss es entweder Bildhauerei oder Malerei sein? Josef Rosalia Hein lässt sich nicht festlegen und macht einfach beides. Am Sonntagnachmittag wurde seine Ausstellung „The Story behind Untitled“ im Schloss Burgau eröffnet.

Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Floßdorf (CDU) sprach ein paar einleitende Worte, und Dr. Katja Schlenker führte die Besucher in die ausgestellten Arbeiten und den Werdegang des Künstlers ein.

Geboren 1979 in Bad Dürkheim, lebt und arbeitet Josef Rosalia Hein heute in Düsseldorf. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er zuerst an der Kunsthochschule Kassel, dann in China am Sichuan Fine Arts Institute Chongqing und an der Kunstakademie Düsseldorf. Er erhielt außerdem 2012 den Pfalzpreis für Malerei.

Hein benutzt die verschiedensten Werkstoffe wie Bronze, Holz, Abfall oder sogar Tierpräparate. So sitzt zum Beispiel ein Bussard inmitten eines großen Mosaikbildes. Oft lässt er sich auch inspirieren für seine Werke von zeitgenössischen Medien wie Reportagefotografien und Bilder aus Film und Fernsehen. Neil Armstrongs Mondlandung wird so zu einem Mosaik, wieder dreidimensional ergänzt von zwei Toilettenschüsseln am oberen Bildrand.

Getreu dem Namen der Ausstellung haben die Kunstwerte keinen Titel. Hein erklärt warum: „Eigentlich spielt es ja gar keine Rolle, ob ein Kunstwert einen Titel hat“, sagt er. „Jeder soll seine eigene Geschichte zu den Bildern und Skulpturen erfinden, und ein Titel würde ja die Richtung bereits beeinflussen.“ Ihm sei wichtig, dass sich der Betrachter selbst ein Bild mache.

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Juli im Schloss Burgau zu sehen. Sie kann mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr sowie an den Sonntag von 11 bis 18 Uhr besucht werden.

(km)