Düren: „The Man in the Crowd“: Duo feiert 10-jähriges Bestehen

Düren : „The Man in the Crowd“: Duo feiert 10-jähriges Bestehen

Gänsehaut: Das ist das schönste Kompliment, das sich Elmar Valter und Frank Bernards vorstellen können. Zusammen sind sie das Duo „The Man in the Crowd“ und beide sind Beatles-Fans von kleinauf. Valter, 49, und Bernards, 52, spielen deshalb auch die Stücke der Liverpooler Kultgruppe — und zwar am liebsten mit ihren Akustikgitarren und einer Mandoline.

„Unplugged“ nennt sich das Ganze — also ohne großes Instrumentenensemble und Effekte. „Wir wollen zur Seele der Stücke vordringen“, sagt Elmar Valter.

Der Künstler hat irgendwann seinen Freund Peter Bernards in einem Plattenladen getroffen. Bernards stand da und sang ein Beatles-Stück leise vor sich hin, Valter stimmte ein: die Geburtsstunde von „The Man in the Crowd“, wenn man heute so will. Nun steht der erste runde Geburtstag an: Das Duo wird zehn Jahre jung und feiert das Jubiläum mit einem Konzert (Info-Kasten).

„Wir haben gemerkt, dass es nicht so schlecht klingt, wenn wir zusammen singen“, sagt Bernards. Heute könnte das Duo, wenn es alle seine einstudierten Beatles-Lieder hintereinander spielen würde, sechs Stunden auf der Bühne stehen. Tendenz steigend. Die beiden Musiker nehmen immer noch neue Stücke in ihr Repertoire auf, weil sie Spaß daran haben und obwohl sie wissen, dass das Publikum am liebsten die ganz bekannten Nummern hören möchte. „Die spielen wir natürlich auch“, sagen Valter und Bernards. Mittlerweile immer öfter. Das Duo kommt auf mindestens zwei Auftritte pro Monat und spielt mit dem Gedanken, eine professionelle CD produzieren zu lassen. „Anfragen gibt es“, sagt Elmar Valter.

Auch wenn beide seit ihren Kindertagen Beatles hören, haben sie auch eine andere Seite. Die nennen sie bewusst: unbeatled. Ein Kunstwort. Valter und Bernards können auch Police, Peter Gabriel oder Rolling Stones. Was sie auch können: eigene Stücke. Zwar haben sie ihre selbst entworfenen Kompositionen öffentlich noch nicht gespielt, aber was bisher nicht war, kann noch werden. „Uns geht es um den Spaß und darum, uns weiter zu entwickeln“, sagen Bernards und Valter.

Es gibt übrigens noch ein Kompliment, das die zwei neben der Bekundung, eine Gänsehaut zu bekommen, gerne hören. Wenn die Leute sagen: „Eigentlich mögen wir die Beatles gar nicht so. Aber so, wie ihr die Lieder bringt, schon.“ Spätestens beim Jubiläumskonzert kann das wieder passieren. Man wird sehen — und hören.

(inla)