Düren: Temporeiches Pianospiel mit Kanten und viel Biss

Düren: Temporeiches Pianospiel mit Kanten und viel Biss

Frische und temporeiche Geschichten, einige davon selbst komponiert, erzählt mal mit überraschend kantigen Wendungen und Pointen, mal mit launig-melancholischen Tönen, brachte Alexander Schimmeroth nach Düren mit.

Es war wieder einmal Jazz-Zeit in der Stadt, die anspruchsvolle Konzertreihe „Planet Jazz” ging in die nächste Runde.

Hochklassiger Jazz

Das Foyer der Evangelischen Gemeinde verwandelte sich rasch in einen smarten Jazz-Club. Dort gab es einen ganzen Abend lang hochklassigen Jazz in Hülle und Fülle. Mehr als 60 verkaufte Eintrittskarten und ein hochwertiger Abend - so lautete die Bilanz seitens der Organisatoren. Henner Schmidt und Oliver Mark von „Planet Jazz” hatten dieses Konzert möglich gemacht.

Mit dem Organisten und Pianisten Alexander Schimmeroth konnte eine echte Größe der Kölner Klavierszene für ein Konzert an der Rur gewonnen werden. Claudius Valk (Saxofon), Roland Höppner (Schlagzeug) und Volker Heinze (Bass), drei weitere Musiker aus den Reihen der Jazzabteilung der Musikhochschule Köln, unterstützten ihn brillant dabei. Die vier Kölner traten zum ersten Mal in dieser Besetzung auf.

Den Titel „Master of Arts in Jazz Performance” bekam Alexander Schimmeroth nach einem dreijährigen Studium am City College in New York verliehen. Seinem Debütalbum, von der internationalen Kritik hoch geschätzt, folgte im vergangenen Jahr sein neuestes Werk „The Drill”. Die Dürener Jazzgemeinde kam in den Genuss hochklassiger Kompositionen wie „Everything I love” und „The Drill” sowie eines groovigen und temporeichen Pianospiels mit Kanten und Biss.

Reihe existiert sei drei Jahren

Die Konzerte der Reihe „Planet Jazz in concert” finden seit drei Jahren an verschiedenen Orten in Düren statt. „Wir versuchen das ganze Jahr über guten Jazz anzubieten, aber auch den Musikern Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen”, so einer der Organisatoren, Henner Schmidt, für den der Kölner Musiker zur internationalen Spitze des Piano-Jazz zählt. Auch Oliver Mark freute sich, dass es geklappt hatte, diesen besonderen Gast nach Düren zu holen.

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