Düren: Tektonische Störung am Ort des neuen Theatersaals

Düren : Tektonische Störung am Ort des neuen Theatersaals

Eigentlich ist die Sache längst entschieden. Die „Ampel“-Mehrheit im Dürener Stadtrat hat sich bei der Standortfrage eines weiteren Theatersaals für einen Anbau am „Komm“-Zentrum mit einem Fassungsvermögen von maximal 200 Besuchern festgelegt — trotz der Bedenken des Kulturamtsleiters Dieter Powitz, der einen Saal mit bis zu 350 Plätzen aus kulturpolitischer und wirtschaftlicher Sicht für sinnvoller erachtet.

Der neue Saal soll zwischen Mühlenteich und historischer Stadtmauer entstehen und nicht, wie von der CDU favorisiert, an historischer Stelle auf dem Hoeschplatz.

Jetzt aber wurde bekannt, dass durch das Areal an der Pleußmühle eine tektonische Störzone verläuft, der sogenannte Pierer Sprung. Der mache eine Bebauung zwar nicht unmöglich, aber für die Stadt wesentlich teurer, betonte CDU-Fraktionschef Stefan Weschke nach Rücksprache mit dem derzeit im Urlaub befindlichen Baudezernent Paul Zündorf im Hauptausschuss. Trotz der zu erwartenden Mehrkosten für das Millionenprojekt will die „Ampel“ aber an ihrer Entscheidung festhalten.

„Wir wollen kein drittes Theater in Düren und damit das Haus der Stadt schwächen“, wiederholte Verena Schloemer (Grüne) die Argumentation der „Ampel“ aus dem Stadtentwicklungs- und Kulturausschuss, schon gar nicht auf dem Hoeschplatz, auf dem im Rahmen des Masterplans hochwertige Bebauung vorgesehen sei. Auch ist die „Ampel“ weiter überzeugt, dass ein Saal mit 200 Plätzen ausreichend sei. Damit größere Veranstaltungen weiter im Haus der Stadt stattfinden können, soll der dortige Theatersaal räumlich und akustisch ertüchtigt werden.

(ja)
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