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Tatverdächtige nach Brand am Miesheimer Weg festgenommen

Im Miesheimer Weg : Festnahmen nach Brand

Feuerwehr und Polizei wurden am Freitagabend, 17. April, zu einem Brand in der elften Etage eines Mehrfamilienhauses am Miesheimer Weg gerufen. Im Laufe des Einsatzes wurden zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen.

Um 19.35 Uhr erhielten die Rettungskräfte den Hinweis auf den brand. Am Tatort konnte anhand von Zeugenaussagen und Spurensuche das Folgende ermittelt werden: Drei Personen hatten sich im Gebäude vor der Wohnungstür einer Bewohnerin aufgehalten und die Tür in Brand gesetzt. Im Umfeld des Tatorts undunter den sich versammelnden Schaulustigen nahmen die Polizeibeamten wenig später einen Mann und eine Frau vorläufig fest, gegen die sich der Tatverdacht der Brandstiftung ergeben hatte. Es handelte sich um einen 19-Jährigen und eine ebenso alte Frau aus Düren.

Beide wurden zur Polizeiwache mitgenommen. Der Beschuldigte beleidigte während des Transports die Beamten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Prüfung von Haftgründen wurde die Frau am Abend wieder entlassen. Ihr mutmaßlicher Mittäter stand unter Einfluss von Drogen, von denen er auch welche dabei hatte. Ihm wurde von einem Arzt eine Blutprobe entnommen. Zu dem Vorwurf der Brandstiftung gesellte sich demnach noch der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Er wurde im Anschluss an die Maßnahmen ebenfalls entlassen.

Drei weitere Strafanzeigen wurden im Zusammenhang mit dem Einsatz am Miesheimer Weg gefertigt: Eine 41 Jahre alte Dürenerin musste unter Einsatz von körperlichem Zwang davon abgehalten werden, die Festnahme des 19-jährigen Beschuldigten zu stören. Bei der anschließenden Feststellung ihrer Personalien zeigte sie sich weiterhin verbal aggressiv. Eine Anzeige wegen Widerstands wurde vorgelegt. Auch gegen zwei weitere Schaulustige, einen 20-Jährigen aus Würselen und einen 17 Jahre alten Dürener, wurden Strafverfahren eingeleitet. Sie hatten die Polizeibeamten mehrfach beleidigt.

Die Ermittlungen, auch hinsichtlich des dritten Tatverdächtigen, dauern derzeit an.

(red/pol)