Düren: „Tanzende Stadt“: Düren wird zu einer großen Bühne

Düren : „Tanzende Stadt“: Düren wird zu einer großen Bühne

Professionelle Tänzer aus aller Welt zum Greifen nahe, für alle zugänglich, egal ob mit gefülltem Geldbeutel oder nicht — die dritte Auflage des Festivals „Tanzende Stadt“, das Dieter Powitz, Leiter des Kulturbetriebes, nach Düren geholt hat, lockte jetzt wieder viele Tanzinteressierte in die Innenstadt. Und auch Tänzerin, Tanzlehrerin und Choreographin Irene Kalbusch, die bereits vor 13 Jahren die Idee zu einer „Tanzenden Stadt“ hatte, setzte sich dafür ein, dass das Festival nicht nur einzigartig wird, sondern auch freien Eintritt hat.

Dieter Powitz eröffnete das Tanzfestival. Kurz darauf erlebten die Zuschauer einen Auftakt der etwas anderen Art. Während man sonst auf einem Stuhl in Richtung Bühne schaut, blickten die interessierten Tanzliebhaber nun nach oben zu den Fenstern des Rathauses. Dort konnten sie verschiedene Künstler aus unterschiedlichen Teilen der Welt bei anmutigen Tanzbewegungen beobachten.

Auch Mitglieder des Projektes „tanzwärts“ zeigten im Rahmen der „Tanzenden Stadt“ ihr Können. Foto: Markus Voth

Mal öffnete sich in der Mitte ein Fenster und ein Tänzer kam zum Vorschein, mal weiter rechts. Begleitet wurde das Ganze von einigen Musikern, die für das passende Ambiente sorgten. Anschließend kamen die Tänzer aus dem Rathaus hinaus und präsentierten an zwei weiteren Orten zwei unterschiedliche Choreographien. Nachdem diese vorbei waren, konnten die Zuschauer der Musik zu den nächsten Schauplätzen folgen. Ein neuer Tanz-Ort bedeutete auch eine neue Gruppe und eine neue Tanzrichtung.

Teilnehmer von „tanzwärts“

Das Besondere der „Tanzenden Stadt“ in Düren war der Auftritt einiger Teilnehmer aus dem Projekt „tänzwarts“ auf dem Marktplatz. Diese führten einen Ausschnitt ihres Programms „Ich und die anderen“ auf. Besonders die vielen Variationen und das Einbringen von Spiegeln gestalteten ihren Auftritt besonders spannend.

Die Auswahl der Orte reichte von dem belebten Kaiserplatz vor dem Rathaus über die Annakirche bis hin zum Ahrweilerplatz, der die Endstation des Festivals darstellte.

In Aachen entdeckt

Erstmals entdeckt hatte Dieter Powitz das Festival in Aachen. Als er es dort gefesselt beobachtete, dachte er sich sofort: „So etwas brauchen wir auch in Düren.“ Gerade wegen seiner Leidenschaft für den zeitgenössischen Tanz will er dieses Ereignis mit möglichst vielen Menschen teilen. Besonders gut geeignet ist das Festival als Bindeglied zwischen der Bühne und der Nähe der Straßen und Plätze zu den Passanten.

Dabei bleibt dies ganz unverfänglich, und der Passant kann sich dazu entscheiden, stehenzubleiben und das Spektakel zu beobachten oder einfach weiterzugehen. „Das ist charakteristisch für das Projekt ,Tanzende Stadt‘“, sagt Dieter Powitz. Nach ein paar E-Mails mit Irene Kalbusch und einer anschließenden Besichtigung der Plätze in Düren wurden die Vorbereitungen auch schon in die Wege geleitet — neben Düren hat Irene Kalbusch Monschau, Arnsberg, Herzogenrath, Durbuy, Verviers und Eupen zu „Tanzenden Städten“ gemacht.

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