Langerwehe: Tagung des „Landeselternrates der Gesamtschulen” in Langerwehe

Langerwehe: Tagung des „Landeselternrates der Gesamtschulen” in Langerwehe

„Eltern mit Wirkung” unter diesem Motto fand am Samstag eine ganztägige Tagung des „Landeselternrates der Gesamtschulen” (LER) in der Gesamtschule in Langerwehe statt.

Rund 100 Eltern von Gesamtschülern aus ganz Nordrhein-Westfalen waren in die Töpfergemeinde gekommen, um gemeinsam mit Schulleiter Heinz Moll, dem CDU-Landtagsabgeordneten Josef Wirtz sowie Vertretern der Gewerkschaft „Erziehung und Wissenschaft” (GEW) über mögliche Mitwirkung von Eltern an Schulen zu diskutieren.

Anette Plümpe, Vorsitzende des Landeselternrates: „Elternarbeit an Schulen ist gesetzlich vorgeschrieben, es muss an Schulen Klassen- und Schulpflegschaften geben. Und Elternarbeit ist einfach sehr wichtig, um den Bildungsprozess an einer Schule mit zu gestalten.”

Die Bedingungen an den Schulen, so Plümpe weiter, würden zunehmend schwieriger. „Das Geld wird immer weniger, die Lehrer immer älter. Deswegen müssen die Eltern mit ins Boot. Und das nicht nur im Bereich der Pflegschaften, sondern zum Beispiel auch, wenn es darum geht, Arbeitsgemeinschaften zu veranstalten.”

Auch der Schulleiter der Langerweher Gesamtschule, Heinz Moll, der sich ausdrücklich eine Tagung des Landeselternrates in seiner Schule gewünscht hatte, glaubt, dass Schule ohne Elternarbeit nicht funktionieren kann.

„Bei uns kümmern sich die Eltern unter anderem um unsere Veranstaltungsreihe „Schule im Dialog”, bei der wir regelmäßig Redner zu aktuellen Themen aus Wissenschaft und Forschung an unsere Schule einladen. Außerdem kümmern wir uns im Augenblick mit den Eltern gemeinsam sehr intensiv um die Themen Gesundheits- und Berufswahlförderung.”

„Bildung ist einfach eine gemeinsame Aufgabe von Eltern und Schule”, meint auch der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Wirtz. „Dabei muss aber auch den veränderten Lebensbedingungen von Eltern Rechnung getragen werden.” Auch Anette Plümpe weiß, dass es gerade in Schulen in Ballungsgebieten und einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund immer schwieriger wird, Eltern zur Mitarbeit an der Schule zu gewinnen.

„Daran müssen wir arbeiten, und darum soll es auch heute bei unserer Tagung gehen.” Für Heinz Moll ist die Sache eigentlich klar. „Der gemeinsame Nenner aller Eltern sind das Wohl und die Sorge um ihr Kind. Und da Überzeugungsarbeit zu leisten ist meiner Erfahrung nach nicht schwer.”

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