Niederzier/Düren: Tagebau soll fortgesetzt werden

Niederzier/Düren: Tagebau soll fortgesetzt werden

Das Unternehmen RWE Power hat bei der Bergbehörde in Düren die Zulassung des dritten Rahmenbetriebsplanes für die Fortführung des Tagebaues Hambach beantragt.

Im Rahmenbetriebsplan werden über den bis zum Jahr 2045 genehmigten Braunkohlenplan hinaus alle Arbeiten und Regelungen, die für den Betrieb des Tagebaues wichtig sind, festgelegt. Der Plan umfasst den Zeitraum zwischen den Jahren 2020 und 2030.

Ferner stellt das Unternehmen den Antrag auf Zulassung eines Sonderbetriebsplanes. In diesem sollen die Maßnahmen zum Artenschutz in der Natur bis 2020 geregelt werden. Im Rahmenbetriebsplan wird darüber hinaus ersichtlich, wie sich der Abbau und die Rekultivierung des Tagebaues in den kommenden Jahren entwickeln werden. Zum Beispiel in den Bereichen Wasserwirtschaft, Immissionsschutz sowie Natur und Artenschutz.

Gutachten und Prognosen

Der Plan enthält außerdem eine Vielzahl von Untersuchungen, Gutachten und Prognosen, die von der Genehmigungsbehörde zu prüfen sind. Die betroffene Abbaufläche für die Braunkohle ist gut neun Quadratkilometer groß und schließt die heutigen Ortslagen von Kerpen-Manheim und Merzenich-Morschenich ein. Im gleichen Zeitraum wird durch den fortschreitenden Tagebau eine Fläche von über zehn Quadratkilometer land- und forstwirtschaftlich rekultiviert.

Die Unterlagen des gesamten dritten Rahmenbetriebsplanes füllen elf Aktenordner. Die wesentlichen Inhalte hat RWE Power für interessierte Bürger auf einer 40-seitigen Kurzfassung dargestellt. Die kompletten Unterlagen werden die Kommunen rings um den Tagebau voraussichtlich vom 16. Januar bis zum 15. Februar für Interessierte öffentlich auslegen. Die genauen Termine und die Möglichkeiten zur Mitwirkung der Bürger werden rechtzeitig bekannt gemacht.