Düren: Sympathielauf: Für Kinder unterwegs

Düren : Sympathielauf: Für Kinder unterwegs

Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 1500 Läufer, knapp 17.200 zurückgelegte Kilometer und 37.872,02 Euro haben den Peter- und Paul-Lauf einmal mehr zu dem gemacht, was er ist — eine echte Kultveranstaltung. Am Freitag, 22. Juni, findet der Sympathielauf zum 22. Mal statt, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Peter Borsdorff, vielen besser bekannt als „Läufer mit der Sammelbüchse“ hat die Veranstaltung seinerzeit ins Leben gerufen und mit Bürgermeister Paul Larue (CDU) von Anfang an einen prominenten Mitstreiter gefunden.

Paul Larue (links) und Peter Borsdorff.

Beim Peter- und Paul-Lauf geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um Miteinander, Spaß und gegenseitiges Helfen. Leistungssportler, Hobbyläufer, aber auch Kinder und Familien, die Peter Borsdorff im Rahmen seiner Aktion „Running for Kids“ in den vergangenen 23 Jahren unterstützt hat, gehen an den Start, um erneut für die gute Sache zu werben und Spenden zu sammeln. „Der Peter- und Paul-Lauf“, sagt Larue, „gehört zu den etabliertesten und beliebtesten Veranstaltungen in unserer Stadt. Dafür können wir nur ganz herzlich Danke sagen.“

Jeder kann mitmachen

Jeder, der Lust und Zeit hat, kann beim Peter- und Paul-Lauf mitmachen und seine Runden drehen — egal, ob schnell, langsam, zu Fuß, mit Kinderwagen oder Rollstuhl. Borsdorff selbst wird den Lauf moderieren und die ganz viele seiner Freunde und Unterstützer persönlich an der Strecke begrüßen.

Wie immer gibt es Verpflegung für die Läufer, wie immer entstehen bei der Veranstaltung keinerlei Kosten. „Das ist mir ganz wichtig“, betont Borsdorff. „Jeder Cent, der beim Peter- und Paul-Lauf in meiner Spendendose landet, kommt wirklich den Kindern und Jugendlichen, die ich unterstütze, zugute.“ Noch am Abend des 20. des Laufes wird Peter Borsdorf 30 Einrichtungen, Vereine und Institutionen aus der Region mit jeweils 500 Euro unterstützen, außerdem gibt es drei größere Spenden für „besondere Fälle“. „Es kommt immer wieder vor“, sagt Borsdorff, „dass Nachbarn und Freunde von Familien, die Hilfe brauchen, mich informieren. Ich bin froh, dass es so etwas in unserer egoistischen Gesellschaft noch gibt.“

Wenn Borsdorff von seinen „besonderen Fällen“ spricht, merkt man sofort, wie sehr ihm die Kinder und ihre Familien am Herzen liegen. Zum Beispiel die Familie aus Buir, die die Mutter bei einem tragischen Verkehrsunfall verloren hat. „Der Vater muss nun das Leben mit zwei Kindern, fünf und 14 Jahre, alleine meistern.

Ihnen möchte ich helfen.“ Oder die 18-Jährige Abiturientin aus der Eifel, die fast erblindet ist, und Unterstützung für besonderes Equipment für ihre erste eigene Wohnung braucht.

Übrigens kann Borsdorff selbst auch noch Unterstützung für seinen Benefizlauf gebrauchen. „Spenden sind mir natürlich immer sehr herzlich willkommen“, sagt er lächelnd. Ganz konkret sucht der 74-Jährige noch einen Sponsor für einen Toilettenwagen. „Der fehlt uns in diesem Jahr noch.“

Möglich ist der Peter- und Paul-Lauf übrigens nur dank vieler ehrenamtlicher Helfer, allen voran Sibille Dienstknecht, die mit einem mechanischen Registriergerät die Runden zählt. Genau 42.868 Mal musste die begeisterte Langstreckenläuferin im vergangenen Jahr „klicken“. Und vielleicht muss ihr Daumen ja in diesem Jahr sogar noch häufiger in Bewegung sein.

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