Düren: SWD Powervolleys ziehen ihren Plan durch

Düren : SWD Powervolleys ziehen ihren Plan durch

Raus mit Applaus. Und die nächsten Aufgaben im Blick. Denn nach dem Ausscheiden aus dem CEV-Pokal richtet sich der Fokus auf die Spiele in der Bundesliga. Und die haben es für Stefan Falter, den Trainer der SWD Powervolleys, in sich: „Das sind fast alles Endspiele um das Heimrecht in der Play-off-Runde. Und dieses Heimrecht wollen wir verteidigen.“

Den Kampf um den dritten Platz müssen Dürens Erstligaspieler nach der Niederlage bei den United Volleys Rhein-Main in Frankfurt aufgeben, jetzt gilt es, den vierten Platz zu behalten. Keine leichte Aufgabe angesichts der personellen Probleme im Bereich Annahme/Außen.

Die zeigten sich bei der 2:3-Niederlage am Mittwochabend gegen das türkische Spitzenteam Ziraat Bankasi Ankara. Karli Allik und Julius Firkal können Dirk Westphal (gebrochener Daumen) und Romans Sauss (Wadenprobleme) noch nicht gleichwertig ersetzen. Diesen Unterschied nutzten die türkischen Starspieler in der Anfangsphase der Partie aus. Die Aufschläge bereiteten Allik und Firkal erhebliche Probleme. Schnell führten die Gäste 6:1, Stefan Falter sah sich sehr früh genötigt, eine Auszeit gegen das Team um den deutschen Nationalspieler Denis Kaliberda und den kurzfristig verpflichteten italienischen Auswahlspieler Oleg Antonov zu nehmen.

Schließlich sah Dürens Matchplan nicht vor, sich dem Schicksal zu ergeben. Stefan Falter: „Wir wollten unseren Fans eine gute Vorstellung bieten.“ Es gelang. Die Hausherren kämpften sich vor der enttäuschenden Zuschauerkulisse von nur 800 Fans gegen das Starensemble in die Partie zurück.

Dass die beiden ersten Sätze dennoch verloren gingen, lag nicht nur an der Qualität der Gäste, sondern auch an Fehlern der Gastgeber. Viermal beispielsweise endete im ersten Satz ein Dürener Angriff am Einer-Block des Gegners. Falter: „Das ist ärgerlich, da muss man auch mit Köpfchen angreifen.“ Im zweiten Abschnitt führten die Powervolleys gar mit 8:3. Doch der geballten Aufschlagswucht des polnischen Weltmeisters David Konarski hatte Dürens Annahme nichts entgegenzusetzen. Der Satz war entschieden, das Ausscheiden perfekt.

„Deutschen Volleyball würdig vertreten“

Aber die Hausherren zogen nun ihren Matchplan in veränderter Aufstellung durch. Falter brachte Zuspieler Gilles Braas, Außenangreifer Edvarts Buivids und Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich. Der zweite Anzug machte seine Sache sehr gut. Gewiss, Ankara schaltete angesichts des Viertelfinaleinzuges zurück, Düren verspürte aber weiter Lust auf eine gute Präsentation und gewann die beiden folgenden Sätze: „Dass wir sie in den Tiebreak gezwungen haben, hatten die Gäste sicher nicht auf der Rechnung“, freute sich Braas.

„Wir haben gegen Groningen und Ankara, die stärkste Mannschaft im Wettbewerb, europapokaltaugliche Auftritte gezeigt und den deutschen Volleyball würdig vertreten“, sagte Falter, der aber umgehend die Endspiele um Platz vier der Hauptrunde ausrief. Das erste steht am Sonntag ab 18 Uhr in der Arena Kreis Düren gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys an. Das Hinspiel in Innsbruck ging verloren, das Rückspiel sollte gewonnen werden. Verzichten wird Falter auf jeden Fall auf Sauss: „Da gehen wir kein Risiko ein. Das ist uns zu gefährlich.“

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