Düren: SWD Powervolleys: Prolingheuer kann die Niederlage nicht verhindern

Düren : SWD Powervolleys: Prolingheuer kann die Niederlage nicht verhindern

Als Vital Heynen als Trainer des VfB Friedrichshafen zum ersten Mal in der Arena Kreis Düren in Erscheinung trat, erlebten die Zuschauer einen teilweise sehr impulsiven Coach. Er kommentierte so manche Schiedsrichterentscheidung energisch und stauchte einen ausgewechselten Spieler derart laut zusammen, dass ein Dürener Fan in der obersten Sitzreihe über der Bank der Häfler nach eigener Aussage jedes Wort verstand.

Am Samstag, beim verdienten 3:0-Sieg der Mannschaft vom Bodensee über die SWD Powervolleys, musste der Schiedsrichter, wie auch aus der Pressemitteilung des VfB zu entnehmen ist, wegen Heynen. Es gab, so ist dort zu lesen, die eine oder andere diskutable Schiedsrichterentscheidung. Diskussionen, sei heißt es weiter, wollte Schiedsrichter Barnsdorf allerdings nicht zulassen, verpasste Vital Heynen die gelbe Karte und er ermahnte sogar den Hallensprecher.

Dabei hätten die beiden VfB-Herren doch allen Grund zur Ruhe und Gelassenheit gehabt, war der Gastgeber doch meistens das dominierende Team, dessen Sieg Heynen so kommentierte: „ich bin ehrlich, ich hätte heute ein schwierigeres Spiel erwartet.“

„Das war denn auch zu deutlich“, konstatierte Dürens Trainer Stefan Falter wenig erfreut den Ausgang der Partie.

Der Hauptgrund lag in der Effektivität der Friedrichshafener Aufschläge und der Instabilität der Dürener Annahme. Und so gelang es den Gästen aus dem Rheinland nicht, ihr Angriffskonzept durchzuziehen: „Unser Spielmacher Stijn d‘Hulst musste immer wieder improvisieren, so dass wir nicht über die Schnellangreifer zum Zuge kommen konnten.“

Die Aufschlagdominanz der Hausherren lässt sich an David Sossenheimers Bällen von der Grundlinie aus verdeutlichen. Er hatte sich beispielsweise Dürens Annahmespieler Dirk Westphal auserkoren. Mit seinen sehr präzisen Flatteraufschlägen brachte er den Powervolleys-Routinier in Verlegenheit. „Seine Aufschläge kamen so präzise, dass Dirk in der Tat große Probleme hatte“, resümierte Falter. Schlug Sossenheimer die Bälle kurz und ging der Dürener deshalb beim nächsten Aufschlag einen Schritt nach vorne, kamen die Bälle des Friedrichshafeners lang.

Diese Variabilität, den Aufschlag so präzise auf einen Punkt zu schlagen, bekämen nicht viele Bundesliga-Akteure hin, meinte der Dürener Coach. Und weil d‘Hulst wegen der wackelnden Annahme nicht viele Angriffsoptionen hatte, war es für die Block- und Feldabwehr der Mannschaft vom Bodensee relativ leicht, sich Dürens Angreifern entgegenzustellen. Allein Marvin Prolingheuer setzte sich zumindest doch oft so durch, dass er von Vital Heynen zum wertvollsten Spieler des Gastes auserkoren wurde.

An diesem Wochenende haben die SWD Powervolleys frei. Weil sie im DVV-Pokal bei den Berlin Recycling Volleys mit 2:3 im Achtelfinale ausgeschieden sind, sind sie logischerweise im Viertelfinale nicht mehr mit von der Partie. Und diese Runde steht am nächsten Wochenende an.

Mehr von Aachener Nachrichten