Düren: SWD Powervolleys: Intensive Übungen für mehr Sicherheit

Düren : SWD Powervolleys: Intensive Übungen für mehr Sicherheit

Stefan Falter saß auf seinem Stuhl am Spielfeldrand und schaute Richtung Hallendecke. Der Trainer der SWD Powervolleys musste die Niederlage gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys verdauen. 2:3 hatte Düren gegen die österreichisch-deutsche Formation aus Innsbruck und Haching verloren. Und der Trainer sagte: „Wir müssen schauen, dass Romans wieder spielen kann.“

Romans heißt mit Nachnamen Sauss. Er ist Annahmespieler und Außenangreifer — und zur Zeit verletzt. Wie auch Dirk Westphal. Während der Routinier mit gebrochenem Daumen noch einige Wochen ausfällt, haben sich die Wadenprobleme des Letten zumindest so gebessert, dass Stefan Falter am Sonntagabend vor 1600 Zuschauern in der Arena Kreis Düren einige Sekunden mit dem Gedanken, Sauss zumindest für kurze Zeit einzuwechseln. Die Probleme in der Annahme waren eben so groß, dass Falter doch das Risiko eingehen wollte: „Ich wollte den Gegner zumindest zum Grübeln bringen“, sagte der Schmidter. Doch er ließ Vorsicht walten.

Es zeigte sich gegen die Alpen Volleys deutlich: Die Fußstapfen von Dirk Westphal und Romans Sauss sind (noch) zu groß für die jungen Karli Allik und Julius Firkal. Sie konnten dem Druck der Gäste-Aufschläge nicht durchgehend standhalten. Die Folge waren schnelle und hohe Rückstände in den ersten beiden Sätzen und der Verlust des Tiebreaks: „In ihm hatten wir drei direkte Annahmefehler zu verzeichnen. Und wenn unser starker Libero Blair Bann noch mehr in der Annahme arbeiten muss, dann ist es logisch, dass er auch nicht sein hohes Niveau über das gesamte Spiel halten kann.“ So verloren die Powervolleys, weil die Probleme beim ersten Ballkontakt nicht immer trotz aller Leidenschaft und großen Moral kompensiert werden konnten.

Aufgeben kam für die Hausherren, die Samstag die erste Niederlage in der laufenden deutschen Meisterschaftssaison in der Arena kassiert hatten, sowieso nicht in Frage. Im dritten Satz beispielsweise egalisierten sie einen 9:15-Rückstand, im vierten Abschnitt lagen sie 2:8 zurück — und sicherten sich die beiden Sätze noch. „Hut ab, welchen Mut wir bei den Aufschlägen im dritten Satz bewiesen haben“, zollte Falter speziell Marvin Prolingheuer und Karli Allik Respekt. Und im vierten Abschnitt blockten Prolingheuer und Tim Broshog ihr Team zurück in die zwischenzeitliche Erfolgsspur.

„Eigentlich haben wir nur zehn Minuten guten Volleyball gespielt und dadurch die beiden Sätze gewonnen“. resümierte Dirk Westphal. „Wir haben uns zwar mehr vorgestellt, aber so können wir mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte er weiter. Seine Hoffnung ist, dass er ab den beiden letzten Spielen der Hauptrunde wieder agieren kann. Romans Sauss, so die Hoffnung von Falter, soll diesen Samstag in Königs Wusterhausen wieder fit sein. Jedoch gilt: „Wir müssen mit vielen Wiederholungen im Training sorgen, dass Karli und Julius in der Annahme sicherer werden und sich so Erfolgserlebnisse hole“, kündigte Falter an.

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