Düren/Bühl: SWD Powervolleys: Gegen Bühl muss unbedingt ein Sieg her

Düren/Bühl : SWD Powervolleys: Gegen Bühl muss unbedingt ein Sieg her

Die Playoffs der Volleyball-Bundesliga haben noch nicht angefangen. Die Endrunde um die deutsche Meisterschaft, für die die SWD Powervolleys schon jetzt sicher qualifiziert sind, startet Ende März. Trotzdem könnte man sagen, dass die Playoffs aus Dürener Sicht schon begonnen haben.

Denn in den vergangenen vier Partien vor Beginn der Endrunde entscheidet sich für Düren viel. Es geht um die bestmögliche Ausgangslage für die Playoffs. Erst recht gegen den nächsten Gegner. Morgen (20 Uhr) tritt Düren auswärts bei den Volleyball-Bisons Bühl an, einen unmittelbaren Konkurrenten im Rennen um Platz vier.

Den haben die Powervolleys nach langer Zeit übrigens verloren, die Alpen Volleys sind vorbei gezogen und liegen einen Punkt vor. Düren ist Fünfter mit 27 Zählern, Bühl folgt mit 26. Auf Platz acht, der als letzter die Playoff-Qualifikation bedeutet, liegt Herrsching mit 25 Zählern. Es ist eng im Mittelfeld. Und wer sich zur Spitzengruppe zählen will, der muss das jetzt zeigen. Das gilt für Düren und Bühl. „Für beide Mannschaften geht es um viel“, sagt Dürens Trainer Stefan Falter. Sein Team ist zuletzt nicht so recht vom Fleck gekommen und kassierte vor allem gegen die Alpen Volleys und gegen die United Volleys Rhein Main (Platz drei) schmerzhafte Niederlagen. Die hatten auch mit dem Verletzungspech im Außenangriff zu tun.

Bekanntlich fällt mit Dirk Westphal der Routinier hier noch länger wegen eines gebrochenen Daumens aus. Und Romans Sauss, der Top-Scorer der Dürener, hat sich gerade erst von seiner Wadenverletzung erholt. „Er ist wieder fit, aber noch nicht wieder der Alte“, sagt Falter. Trotzdem wird Düren etwas von Sauss alter Klasse brauchen, wenn es in Bühl bestehen will. Den zwei gesunden jungen Außenangreifern Julius Firkal und Karli Allik fehlt noch Erfahrung in Stress-Situationen. Deswegen, und weil die Powervolleys trotz der langfristigen Ausfälle keinen Spieler nachverpflichtet haben, ist Platz drei zwar noch möglich, aber nicht mehr realistisch. Rang vier wäre wichtig, da er im Viertelfinale gegen den Fünften in einem möglichen Entscheidungsspiel Heimrecht bedeutet.

Drei Siege aus vier Spielen

Um den zu erreichen, braucht Düren wenigstens drei Siege aus den letzten vier Spielen, besser vier. Zwei stressige Auswärtsspiele stehen noch aus. Morgen das in Bühl und am letzten Spieltag in Herrsching.

Dazwischen empfängt Düren zu Hause die abgeschlagenen Letzten und Vorletzten aus Solingen und Rottenburg. Auch wenn solche Aussagen in einer immer stärker werdenden Bundesliga Glatteisgefahr mit sich bringen: Die beiden Spiele sind Pflichtsiege. Für Düren spricht das Restprogramm. Es ist das vermeintlich einfachste aller Konkurrenten. Die Rückkehr auf Platz vier ist realistisch — wenn morgen in Bühl gewonnen wird. „Das wird eine schwere Nummer“, sagt Falter. Mit dem japanischen Superstar Yanagida hat der Gegner den wohl besten Aufschlagspieler der Liga in seinen Reihen, der den Powervolleys schon beim 3:2 im Hinspiel in Düren großes Kopfzerbrechen bereitet hat.

Zudem sind die Volleyballer aus dem Schwarzwald im Angriff über Mittelpositionen sehr stark. „Das müssen wir ihnen wegnehmen mit guten Aufschlägen“, sagt der Trainer. Jetzt gilt es für Düren, zu beweisen, dass die Mannschaft trotz personeller Probleme auswärts gegen einen direkten Konkurrenten bestehen kann.

(jan)
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