„SWD-KOMMedy-Abende“ gehen mit einem bunten Mix in die neunte Runde

Neunte Auflage der „SWD-KOMMedy-Abende“ : Ein bunter Mix ohne Nebenwirkungen

Die kleine Bühne im Kultur- und Jugendzentrum „Komm“ hat sich zu einem Sprungbrett für junge Kleinkünstler entwickelt. „Wir sind oft früh dran“, freut sich Thomas Lüttgens. Im Becken der Kleinkunst fischen schließlich inzwischen viele Veranstalter.

Dies macht die Sache für den „Komm“-Geschäftsführer und seine Mitstreiter nicht leichter. Und teurer. Deswegen sitzen zum neunten Mal die Stadtwerke Düren mit im Boot, um namhafte Komiker und kommende Stars ins „Komm“ und ins Haus der Stadt zu holen. Der Titel der Reihe hat sich bewährt: „SWD.KOMMedy.Abende“. Am Montag beginnt der Vorverkauf für die insgesamt sieben Veranstaltungen. Besonders beliebt ist die Eröffnungsrevue im  Haus der Stadt, dessen bis zu 600 Plätze erfahrungsgemäß im Nu vergeben sind.

Der Abend ist vor allem für diejenigen interessant, die sich einen Überblick über das Programm verschaffen wollen, denn jeder Künstler gibt eine kleine Kostprobe. Terminiert ist die Revue auf den Donnerstag, 14. November. Durch das Programm wird wieder einer der  Künstler führen: Kai Magnus Sting. Mit ihm stehen die Kleinkünstler Nikita Miller, Jess Jochimsen, HG Butzko, Ass-Dur und Bands sowie Biggi Wanninger und Andrea Badey auf der Bühne.

„Ziel ist es, dass möglichst viele verschiedene Formen der Kleinkunst gezeigt werden“, verspricht Lüttgens, diesmal wolle man allerdings weniger experimentieren. Wobei der Begriff Kleinkunst in der neunten Reihe zumindest an einem Abend grenzwertig ist. Das Musik-Comedy-Duo Ass-Dur kehrt kurz vor Weihnachten (20. Dezember, Haus der Stadt) nach Düren zurück und hat gleich eine gesamte Band mit im Gepäck. „Dieses Weihnachtsspektakel wird das aufwändigste Gastspiel, das wir bisher hier veranstaltet haben“, sagt Lüttgens. Die weiteren Künstler der Reihe bewegen sich zwischen klassischem Kabarett und Musik-Comedy.

Freuen sich auf unterhaltsame Kommedy-Abende: Thomas Lüttgens, Heinrich Klocke und Jürgen Schulz. Foto: Patrick Nowicki

Den Auftakt macht Ruhrpott-Kabarettist Kai Magnus Sting am 21. November mit seinem aktuellen Programm „Sonst noch was?“ im Komm. Eine Woche später bleibt Newcomer Nikita Miller „Auf dem Weg, ein Mann zu werden“. Jess Jochimsen wagt am 5. Dezember im Komm einen kabarettistischen Jahresrückblick. Politisch-bissiges Kabarett verspricht HG Butzko am 12. Dezember. Nach Ass-Dur mit Band legt die Reihe eine Pause ein: Die Präsidentin der Kölner Stunksitzung, Biggi Wanninger, wird am 29. April mit ihrer Partnerin Andrea Badey im „Doppelpack“ zu sehen sein und die neunte Auflage der „SWD.KOMMedy.Abende“ beenden.

Dass eine zehnte folgen wird, daran lässt Stadtwerke-Geschäftsführer Heinrich Klocke keinen Zweifel. Humor habe in seinen Augen schließlich medizinische Vorteile: „Beim Lachen werden Glückshormone im Körper verteilt, Lachen hilft beim Stressabbau“, schildert er. Wenig stressig scheint auch die Kooperation mit dem Kultur- und Jugendzentrum zu sein. Dort ist man dankbar für die Unterstützung der Stadtwerke: „Ohne diese Hilfe sind Künstler von dem Format nicht mit so günstigen Eintrittspreisen zu finanzieren“, sagt Thomas Lüttgens.

Diese bewegen sich zwischen 23 Euro für die Eröffnungsrevue und 17 Euro für die Einzelgastspiele. Mancher Künstler, der noch auf der kleinen Bühne des Komm begeisterte, füllt später große Häuser und kommt gerne wieder. Das jüngste Beispiel: Die Feisten. Deren „Nussschlüsselblues“ ertönt wieder in Düren. Aber erst im September des kommenden Jahres. Lüttgens: „Wer solche Künstler haben will, muss zwei Jahre im Voraus planen.“

(pan)
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