Düren: Studentinnen in Sozialeinrichtungen: Dank für ehrenamtlichen Einsatz

Düren: Studentinnen in Sozialeinrichtungen: Dank für ehrenamtlichen Einsatz

Im Rathaus empfing Bürgermeister Paul Larue zehn Studentinnen aus Russland und Georgien, die sich auf Einladung des Vereins „Nothelfergemeinschaft der Freunde e.V.” in Düren aufhalten und hier Freiwilligenarbeit in sozialen Einrichtungen leisten.

Seit über 50 Jahren fahren über die Nothelfergemeinschaft deutsche Jugendliche zur Hilfeleistung in andere Länder und junge Menschen aus vielen Ländern der Welt kommen nach Deutschland, um in unterschiedlichen Projekten ihre Hilfe anzubieten sowie Sprache und Kultur kennen zu lernen.

„Die jungen Frauen, die sich derzeit in Düren aufhalten, interessieren sich sehr für das Alltagsleben in unserer Gesellschaft. Zugleich können sie durch ihre aktive Mitarbeit unterschiedliche soziale Projekte und Einrichtungen begleiten und unterstützen.”, erläuterte Gerhard Flemig, Geschäftsführer der Nothelfergemeinschaft.

Die im russischen Sibirien und in Georgien lebenden und studierenden Frauen sind während ihres rund sechswöchigen Aufenthalts im Papst-Johannes-Haus beschäftigt, helfen im Café International der Evangelischen Gemeinde zu Düren oder arbeiten im Schenkel-Schoeller-Stift sowie dem Seniorenhaus Marienkloster.

Sie verfügen alle über Deutschkenntnisse. Neben ihrer Arbeit bleibt noch ein wenig Zeit für Freizeitaktivitäten und Fahrten wie etwa nach Köln oder Frankfurt. Auch ein Besuch auf der Annakirmes stand schon auf ihrem Terminplan und hat sie sehr begeistert.

Obwohl ihnen Düren sehr gefällt, können sie sich nicht vorstellen auszuwandern, lautete die Antwort auf eine Frage von Bürgermeister Paul Larue, ob sie sich eine berufliche Tätigkeit nach ihrem Studium in West-Europa vorstellen könnten. Das Heimweh sei bereits jetzt schon sehr groß.

„Ich bin froh, dass wir nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Freundschaft mit so vielen Ländern schließen konnten und hoffe, dass diese noch lange besteht. In diesem Jahr gedenken wir des Überfalls des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion vor 70 Jahren”, freute sich der Bürgermeister über den Besuch und dankte den jungen Frauen für ihr Engagement.

Die Studentinnen fahren noch nach Paris, bevor sie ihre Heimreise antreten.

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