Strukturstärkungsgesetz: Nordumgehung in Düren ein Thema

Nordumgehung auf der Liste : „Chancengesetz“ für den Kreis Düren auf dem Weg

Die schwarz-rote Regierung in der Bundeshauptstadt hat am Mittwoch ein Gesetz beschlossen, das für den Kreis Düren von großer Bedeutung ist. Mit dem Strukturstärkungsgesetz soll Geld in die Region fließen: für Forschung, aber auch Infrastrukturprojekte wie die Dürener Nordumgehung.

Dazu muss das Strukturstärkungsgesetz allerdings noch alle parlamentarischen Hürden nehmen. Der Kabinettsbeschluss ist jedoch ein grundlegend wichtiger erster Schritt, den Ausstieg aus der Braunkohle bis spätestens 2038 zu besiegeln und der gleichzeitig ein 40-Milliarden-Euro-Programm über Jahrzehnte für die dadurch betroffenen Regionen festschreibt.

„Das Gesetz kann ein Chancengesetz werden“, sagt Thomas Rachel (MdB/CDU), Parlamentarischer Staatssekretär aus Düren. Denn auch der Kreis profitiere von den benannten Förderprojekten. Im nun beschlossenen Entwurf des Strukturstärkungsgesetzes sei erstmals die Dürener Nordumgehung (B399) enthalten, die von den Räten in Düren und Niederzier sowie dem Kreistag gefordert worden ist. Für den Staatssekretär im Forschungsministerium ist naturgemäß zudem die verstärkte Förderung von Forschung und Innovationen ein weiterer entscheidender Bestandtteil der Strukturstärkung. Im Forschungszentrum Jülich (FZJ) soll das Vorhaben „Inkubator nachhaltige erneuerbare Wertschöpfungsketten“ umgesetzt werden, das der Entwicklung nachhaltiger Produktionsverfahren und der Reduzierung von CO2-Emissionen dient.

Ein weiteres Vorhaben soll die schon vorhandene Infrastruktur im Bereich der hochauflösenden Elektronenmikroskopie am Jülicher Ernst-Ruska-Centrum ausbauen. Das Forschungsministerium werde laut Thomas Rachel „Neuroinspirierte Technologien der Künstlichen Intelligenz für die Elektronik der Zukunft“ am FZJ fördern.

In der Herzogstadt ist darüber hinaus die Gründung eines Instituts zur Erforschung alternativer Brennstoffe geplant.

(vpu)