Düren: Straßenbeleuchtung soll viel Strom sparen

Düren: Straßenbeleuchtung soll viel Strom sparen

Nachdem die Stadtwerke in den zurück liegenden 20 Jahren für die Straßenbeleuchtung in Düren zuständig waren, betreibt die Stadt die rund 10 500 Lampen ab Jahresbeginn wieder selbst. Verantwortlich ist jetzt der Dürener Servicebetrieb (DSB).

Die Leuchten sollen zudem Zug um Zug auf die moderne LED-Technik umgestellt werden. So erhofft sich die Stadt ein Einsparpotential von mehr als 500 000 Euro im Jahr.

Ein Gutachten war schon im Jahr 2008 zu dem Schluss gekommen, dass die Stadt Düren eine Menge Geld einsparen könne, wenn sie die Leuchten in Eigenregie betreibe.

Natürliche bedauere man, dass man den Zuständigkeitsbereich nun abgeben müsse, so Stadtwerke-Geschäftsführer Heinrich Klocke. „Wir übernehmen die Straßenbeleuchtung in einem technisch guten Zustand”, betonte DSB-Leiter Richard Müllejans.

Ab Mitte Januar werden rund 6000 alte Straßenlaternen in der Stadt gegen moderne Leuchten mit hoch effizienter und sparsamer LED-Technik ausgetauscht. Die bisher verwendeten Quecksilberdampf- oder Natriumdampflampen haben dann ausgedient.

Während die alte „Birne” 125 Watt benötigte, um die Straße darunter auszuleuchten, komme die LED-Lampe mit 38 bis 72 Watt (nur bei großen Kreuzungen nötig) aus, erläuterte Wilbert Braun, Leiter der Straßen und Kanalunterhaltung beim DSB, am Donnerstag den erwünschten Effekt.

„Und die LED-Lampen können weiter herunter gedimmt werden, und es kommt immer noch genügend Licht am Boden an.” Entsprechend groß sei die Einsparung bei den Stromkosten, voraussichtlich betrage sie 60 Prozent. Hinzu komme die längere Lebensdauer der LED-Leuchten.

Nach ersten Versuchen habe man sich für ein weißes, freundliches und nicht zu grelles Lichtspektrum entschieden, so Braun. Die Umstellung auf die LED-Technik wird vom Bundes-Umweltministerium mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Mit ein Grund, die Betreuung der Lampen wieder in städtische Regie zu nehmen.

Denn nur kommunale Betriebe können diese Förderung in Anspruch nehmen. „Dieses Projekt gehört zu den größten in Deutschland”, freut sich auch Bürgermeister Paul Larue, dass die Stadt nun einen dicken Euro-Betrag einsparen kann.

Aber auch die Umwelt profitiere von der neuen Technik und dem geringeren Strombedarf: „Die Kohlendioxid-Einsparung liegt bei 1250 Tonnen im Jahr”, so Larue.

Nur der Laternen-Mast bleibt stehen

Wie die Stadtwerke am Donnerstag mitteilten, haben die bisher für die Straßenbeleuchtung zuständigen Stadtwerke-Mitarbeiter im Haus neue Aufgaben erhalten.

Mit dem neuen LED-Leuchtmittel muss der gesamte Kopf der Laterne ausgetauscht werden, nur der alte Mast bleibt stehen und wird weiter verwendet.

Die neuen LED-Laternen werden in drei verschiedenen Größen angeschafft, je nach Einsatzort.

Die zuletzt verwendeten Natriumdampflampen sind in der Regel bis zu fünf jahre alt. In etlichen Laternen an den Dürener Straßen sind aber auch noch Quecksilberdampflampen im Einsatz, die wesentlich älter sind.

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