Düren: Steinalt und kostbar: Urnen aus der Keltenzeit in Echtz zusehen

Düren: Steinalt und kostbar: Urnen aus der Keltenzeit in Echtz zusehen

Unendlich kostbar ist, was ab sofort in der Grundschule von Echtz einen festen Platz gefunden hat. In einer Vitrine werden vier Gefäße aufbewahrt, die fast 3000 Jahre alt sind. Es sind keltische Urnen, die auf einem Grundstück von Landwirt Werner Steffens nordwestlich von Echtz gefunden wurden.

Steffens hat viele Fundstücke dem Rheinischen Landesmuseum Bonn übergeben. Bedingung: Einige Teile sollten in Echtz zu sehen sein. Die Dauerleihgabe präsentierte am Dienstag der Heimat- und Geschichtsverein Echtz-Konzendorf. Vorsitzender Dipl.-Ing. Udo Lettmayer freute sich besonders, dass die Exponate in einer Schule untergebracht wurden. „Ihr sollt damit lernen, was vor zweieinhalbtausend Jahren in unserer Heimat geschah”, meinte er zu den Kindern.

Damals bestatteten die Kelten ihre Toten so, wie es heute wieder üblich wird: Sie verbrannten die Körper und befüllten dann die Urnen mit Knochenresten und Asche. Im Laufe der Jahrhunderte zerbrachen die Gefäße. Die ersten Scherben wurden gefunden, als in den 30er Jahren die schon lange vorher geplante Autobahn gebaut wurde. Aus vielen einzelnen Scherben haben sodann die Archäologen die Urnen wieder zusammengebaut, so dass sie heute in der Grundschule von Echtz besichtigt werden können.

„Wir hätten die Urnen auch gern für das Museum in Bonn gehabt”, gab Professor Dr. Ralf Schmitz am Dienstag zu. Doch man habe sich an das Abkommen mit dem Landwirt gebunden gefühlt.

Die Schulleiterin Alice Undorf berichtete, dass es zum 50-Jährigen Bestehen der Schule ein Projekt gibt, bei dem sich die Kinder mit den Kelten befassen werden. Weil schon 115 Bestattungen nachgewiesen wurden, kann es durchaus sein, dass weitere Scherben gefunden werden.