Bundesstraße 264: Startschuss für die neue Eisenbahnbrücke

Bundesstraße 264 : Startschuss für die neue Eisenbahnbrücke

Lange hat es gedauert, lange wird es dauern: In Gürzenich haben die vorbereitenden Arbeiten zum Neubau der Eisenbahnbrücke der B264 in Höhe des Badesees begonnen. Geplante Fertigstellung: Anfang 2023.

Bereits 2014 war klar, dass die Brücke langfristig erneuert werden musste. „Die Brücken wurden früher für bestimmte Gewichtslasten ausgelegt. Diese Gewichtslasten werden heute deutlich übertroffen“, sagte der damalige Projektleiter des Landesbetriebes Straßen.NRW. Um die schadhafte Brücke zu entlasten, wurden damals die Seitenstreifen für den Verkehr gesperrt. Obwohl die Gelder für den Neubau der schadhaften Brücke bereits seit 2014 bewilligt sind, hat sich das Projekt dennoch immer wieder verzögert.

Ein Grund dafür: Grundstückseigentümer wollten ursprünglich keine Flächen für eine Behelfsbrücke bereitstellen. Ein weiteres Problem: Für Abriss und Neubau müssen wie beim Neubau der Brücke Schoellerstraße entsprechende Sperrzeiten bei der Bundesbahn angemeldet werden — und zwar zwei Jahre im Voraus. Erst nach der Einigung mit den Grundstückseigentümern im Dezember 2016 konnten entsprechende Sperrzeiten beantragt werden. Auf den Bau der Behelfsbrücke hatte insbesondere die Stadt Düren gedrängt, weil eine Umleitung von knapp 13.000 Fahrzeugen am Tag schnell zu einem Verkehrschaos hätte führen können.

Mit den Arbeiten für die Umfahrung inklusive dem Bau der Behelfsbrücke hat der Landesbetrieb jetzt begonnen. Nach Auskunft von Projektleiter Thomas Müller sieht der Zeitplan vor, dass „die Ersatzbrücke in drei Sperrpausen im Januar und Februar 2019 errichtet werden soll. Die Anwohner wurden bereits vorab über die entsprechenden Zeiten informiert, weil die Arbeiten in den Nachtstunden stattfinden müssen und es zu Lärmbelästigungen kommen kann.“

Bis zur Inbetriebnahme der Umfahrung werde es dann aber noch bis zu den Osterferien oder Sommerferien dauern. „Zu diesem Zeitpunkt muss die B 264 dann auch für kurze Zeit komplett gesperrt werden“, erklärt Müller. Für die Autofahrer wird sich abgesehen von den kurzen Sperrungen nur wenig ändern — wie bisher wird der Verkehr zweispurig über die Ersatzbrücke geleitet. Anders wird es für Radfahrer und Fußgänger aussehen, die die Brücke bisher genutzt haben. Müller: „Den bestehenden Rad- und Gehweg über die Brücke müssen wir umleiten.“

Der Abriss der bestehenden Brücke kann dann erst Mitte 2020 erfolgen. Mit der Fertigstellung der neuen Brücke rechnet Müller nach jetzigem Stand bis Ende 2022. Danach müsse dann die Umfahrung inklusive Ersatzbrücke zurückgebaut werden, so dass sich die Baumaßnahme insgesamt bis Anfang 2023 hinziehen wird. Rund elf bis zwölf Millionen Euro sind für die Arbeiten veranschlagt.

Mehr von Aachener Nachrichten