Düren: Stadtwerke um Optimierung bemüht: Abrechnungsfehler nicht auszuschließen

Düren: Stadtwerke um Optimierung bemüht: Abrechnungsfehler nicht auszuschließen

Die Jahresstromabrechnung, die Jürgen R. da in Händen hielt, brachte ihn ins Grübeln. Stolze 292 Euro sollte der Dürener an die Stadtwerke Düren (SWD) für seinen Stromverbrauch im Jahr 2008 nachzahlen. Jürgen R. nahm die Abrechnung genauer unter die Lupe und stellte gravierende Fehler fest.

So war in der Grundgebühr nicht nur das Jahr 2008 veranschlagt worden, sondern gleich der Zeitraum bis zum 28. Dezember 2009 mit dazu.

Jürgen R. überprüfte daraufhin die Rechnungen der übrigen drei Mieter in seinem Haus: In allen Fällen forderten die Stadtwerke Nachzahlungen, in allen Fällen waren die Abrechnungen fehlerhaft.

Nicht nur, dass die Grundgebühr für 731 Tage bis Ende 2009 erhoben wurde. Bei einem jungen Mieter war Anfang Dezember der Stromzähler ausgewechselt worden. Bis zum Jahresende hatte der Zähler 139 Einheiten registriert. Dies war den Stadtwerken dann auch zur Jahresabrechnung schriftlich mitgeteilt worden. In Rechnung gestellt wurden dann jedoch 1139 Einheiten.

Den Vorfall bedauert gleichwohl Jürgen Schulz, Sprecher der Stadtwerke Düren. Er verweist auf die große Zahl der Kunden, die von den Stadtwerken zu betreuen ist. Mit einem Mehrfachen an Verwaltungsvorgängen, bearbeitet von Menschen, Fehler seien da leider nie ganz auszuschließen.

Insgesamt müssen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düren über 111.000 Zählerstände erfasst werden. Der Kunde bekommt Mitte Dezember eine schriftliche Information zur anstehenden Ablesung und einen Terminankündigung, wann ein Ableser der SWD ins Haus kommt um die Zählerablesung vorzunehmen. Gleichzeitig erhält der Kunde aber auch die Möglichkeit der Selbstablesung. Die Datenübermittlung kann schriftlich, telefonisch oder online geschehen.

Rund 35 Prozent beträgt demnach die Rate der Selbstableser. Der Rest, das sind etwa 70.000 Zähler, wird von Mitarbeitern der Stadtwerke vor Ort abgelesen. Rund drei Prozent der Zählerstände, das sind rund 1000 Kunden, müssen von den Stadtwerken geschätzt werden.

Geschätzt werden die Kunden, die keine Rückmeldung geben und nicht erreichbar waren. Die Schätzung erfolgt auf Basis des Vorjahresverbrauches. Mit der Abrechnung sind rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, davon 30 Ableser.

Die Fehlerquote werde ständig minimiert, da neue Erkenntnisse sofort in den Optimierungsprozess einfließen.

Mehr von Aachener Nachrichten