Stadtwerke Düren machen 2018 einen Gewinn von 5,5 Millionen Euro

Jahresbilanz der Stadtwerke Düren : Stabiler Gewinn bei steigenden Investitionen

Das erste Etappenziel haben die Stadtwerke Düren (SWD) erreicht. In einem hart umkämpften Marktumfeld, wie Geschäftsführer Heinrich Klocke betont, haben die SWD im vergangenen Jahr ihren Gewinn nicht nur stabilisiert, sondern auch mehr investiert, um neue Marktfelder für die Zukunft zu erschließen.

Der Überschuss belief sich im Jahr 2018 auf 5,5 Millionen Euro und lag damit 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nutznießer ist neben RWE die Stadt Düren, die seit 2015 wieder 51 Prozent der SWD-Anteile hält. Im Rahmen von Konzessionsabgaben, Steuern und der Gewinnausschüttung flossen rund 8,7 Millionen Euro in die Stadtkasse.

Die Investitionen stiegen auf 9,2 Millionen Euro, nach 8,4 Millionen in 2017. „Für das laufende Jahr rechnen wir mit einem gleichbleibenden Ergebnis, mittelfristig wollen wir den Gewinn aber weiter steigern“, kündigte Klocke an. Dazu sollen vor allem die Investitionen, die sich 2019 der Zehn-Millionen-Euro-Marke nähern, beitragen. Die SWD setzen den im Frühjahr 2018 begonnenen Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet in den städtischen Gewerbegebieten fort. Die Erdarbeiten „Im großen Tal“, in „Talbenden“, der Automeile und im Gebiet „Hammerbenden“ sind abgeschlossen, im „Nickepütz“ am Rand von Gürzenich laufen sie derzeit auf Hochtouren, betonte Cord Meyer, Geschäftsführer der SWD-Tochter Leitungspartner. Ein Angebot, das offenbar gut angenommen wird. „Im großen Tal“ läge die Zahl der Kunden bereits über den Erwartungen, freute sich Klocke.

Potenzial sieht die SWD-Geschäftsführung auch im Bereich „Contracting“, dem Bau und Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung, beispielsweise in Form von Blockheizkraftwerken. Vertriebsleiter Ingo Vosen verwies exemplarisch auf zwei Großprojekte, die sich die SWD im vergangenen Jahr sichern konnten: die Versorgung des Bismarck-Quartiers und des Neubaugebietes an der Heinrich-Dauer-Straße.

Die Geschäftsführungen der Stadtwerke Düren und ihrer Tochtergesellschaft Leitungspartner blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Foto: ZVA/Jörg Abels

Nach der Strompreiserhöhung Anfang April, die einem bundesweiten Trend folgte, sollen der Strom- und auch der Gaspreis für den Rest des Jahres stabil bleiben. Wie sich der Strompreis 2020 entwickele, könne man erst Ende Oktober sagen, wenn die Entwicklung der staatlichen Umlagen ersichtlich sei.

Stolz ist die Geschäftsführung, dass mit der jüngsten Strompreiserhöhung kaum Kunden den Stadtwerken den Rücken gekehrt haben. Das führen Klocke und seine Kollgen auf ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit zurück. Sie verweisen darauf, dass die SWD im vergangenen Jahr gleich vier Auszeichnungen unabhängiger Marktbeobachter erhalten habe. Um das Siegel des Instituts Markt-Umwelt-Gesellschaft der Universität Hannover zu erhalten, mussten sich die SWD zum Beispiel verdeckten Telefonaten und E-Mails stellen, mit denen getestet wurde, wie die Berater mit Beschwerden und Produktanfragen umgehen. Um den Kunden den Kontakt so einfach wie möglich zu machen, setzen die Stadtwerke zudem vermehrt auf digitale Kommunikationskanäle, eine Chat- und WhatsApp-Funktion sowie ein Netzanschlussportal.

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