Prepaidstrom: Stadtwerke Düren gründen Tochtergesellschaft „Energierevolte“

Prepaidstrom : Stadtwerke Düren gründen Tochtergesellschaft „Energierevolte“

Vor zwei Jahren hatte André Jumpertz eine Idee, mit der die Stadtwerke Düren (SWD) zukünftig deutschlandweit auf dem Markt aktiv sein wollen. Und die ihn selbst vom Stadtwerke-Mitarbeiter zum Geschäftsführer einer neuen Tochtergesellschaft machte.

Diese nennt sich „Energierevolte“, wurde im März gegründet und nun vorgestellt. Die Geschäftsidee an sich ist nicht neu: Prepaidstrom. Wie beim Mobilfunk kann sich der Kunde ein Guthaben kaufen, dieses aufbrauchen und bei Bedarf weitere Kapazitäten buchen. Das gab es bisher schon für Stromkunden, die Zahlungsschwierigkeiten hatten. „Aber wieso sollen wir warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist?“, fragt André Jumpertz.

Er möchte, dass Prepaidstrom nicht als Notlösung gesehen wird, sondern sich als alternativer Zahlungsweg etabliert. Das könne Vorteile für einkommensschwache Kunden haben, die so verhindern, überhaupt in die Schuldenfalle zu geraten.

Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, schaltet sich der Strom ab, ohne dass Zusatzkosten entstehen. Aber auch in Studentenwohnheimen, Wohngemeinschaften, Ferienwohnungen und bei der Zwischenmiete böten sich Vorteile, weil Kosten und Verbrauch per Homepage oder App leicht im Blick behalten werden können.

Sechs Mitarbeiter, zehn Kunden

Derzeit hat das sechsköpfige Unternehmen zehn Kunden. „Groß ausrollen“ wolle man die Unternehmung im kommenden Jahr, sagt SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke. Konkret ist damit gemeint: Ziele für 2019 sind ganz NRW und Ballungszentren wie Berlin oder Hamburg. Langfristig wird eine deutschlandweite Verfügbarkeit angestrebt. Derzeit ist der Prepaidstrom der „Energierevolte“ in der Region Düren, in Aachen, Bonn und Mönchengladbach erhältlich.

(wel)
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