Düren: Stadtsportverband beklagt intransparente Beschlüsse

Düren : Stadtsportverband beklagt intransparente Beschlüsse

In einem offenen Brief übt der Vorstand des Stadtsportverbandes heftige Kritik an der städtischen Sportförderung mit Steuergeldern. In dem vom Vorsitzenden Udo Biege unterschriebenen Papier ist von mangelnder Transparenz und nicht nachvollziehbaren Beschlüssen des Stadtrates die Rede, die am Sportausschuss vorbei gefällt wurden.

Zum einen kritisiert der Vorstand, dass im Zuge der Haushaltsberatungen im Februar mal eben der Pflegekostenzuschuss der Stadt an Vereine mit Rasensportplätzen verdoppelt wurde. Dabei sei nicht belegt, dass dies „durch eine Verdoppelung der Kosten gerechtfertigt ist“. Alternativ, argumentiert der Stadtsportverband, hätte man auch die Reduzierung oder Abschaffung der Hallennutzungsgebühren beschließen können. „Das wäre dann fast allen Vereinen in Düren zugutegekommen.“

Zum anderen kritisiert der Verband den Beschluss, drei weitere Kunstrasenplätze mit jeweils 250.000 Euro zu bezuschussen, ohne dass ein auch von ihm seit Jahren gefordertes Sportstättenentwicklungskonzept vorliegt und trotz des Hinweises der Gemeindeprüfungsanstalt, dass es in Düren ein Überangebot an Fußballplätzen gebe.

Im Fokus steht der zusätzliche Kunstrasen für den 1. FC Düren, für den in Niederau Parkplätze und Zufahrten verlegt und Tennisplätze zurückgebaut werden müssten und dessen Gesamtkosten daher noch gar nicht absehbar seien. Dass der 1. FCD bis zur Fertigstellung den ebenfalls neu zu bauenden Kunstrasen in Lendersdorf mitbenutzen solle zeige, „dass eine wirtschaftlichere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur durchaus möglich wäre“. Nur ein Sportstättenentwicklungskonzept, so Biege, würde transparente und nachvollziehbare Kriterien liefern und vermeiden, dass Befangenheitsvorwürfe gegen einzelne Stadträte laut würden.

(ja)
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