Düren: Stadtmeisterschaften: Oliver Bünten will den achten Herren-A-Titel

Düren: Stadtmeisterschaften: Oliver Bünten will den achten Herren-A-Titel

Es waren die Zeiten von Boris Becker, Mats Wilander und Ivan Lendl, als Oliver Bünten Geschmack am Tennis fand. Mitte der 80-er Jahre war das, ein junger Mann aus Leimen hatte Wimbledon gewonnen und in Deutschland einen Tennisboom ausgelöst.

Angefangen hat Oliver Bünten mit einen Holzschläger vom Trödelmarkt. Den hat er heute, knapp 30 Jahre und neun Stadtmeistertitel später, nicht mehr. Bünten ist Rekordgewinner an Herren-Einzeltiteln, zwei Mal gewann er die B-Konkurrenz, sieben Mal die Königsklasse, das Herren-A-Feld. Was neben der Zahl der Titel bemerkenswert ist: Bünten ist mittlerweile 40 Jahre alt.

Das ist nicht unbedingt die Blütezeit für Tennisspieler. Und dennoch hält Bünten die zum Teil deutlich jüngere Konkurrenz bisher auf Distanz. „Natürlich kommt mir meine Erfahrung zu gute“, sagt er. „Ich kann nach all den Jahren das Spiel meiner Gegner lesen und mache nur noch Dinge, die ich kann.“ Der Umkehrschluss ist ebenso wichtig: Bünten macht keine Dinge, die er nicht kann. Und das wird ein Vorteil gegenüber vielen, mitunter ungestüm agierenden jüngeren Spielern sein.

Dieser Tage laufen die Stadtmeisterschaften wieder. Ob Bünten Titel Nummer acht holt, weiß er natürlich nicht. Er hofft das. Was er weiß, ist das: Fit genug ist er. Bünten ist „Sportler durch und durch“. Mittlerweile ist er auch als Triathlet unterwegs. Vergangenen Sonntag war er beim Indeland-Triathlon dabei, er hat die Sprintdistanz absolviert (500 Meter Schwimmen, 20 km Rad, 5,6 km Laufen) und war zehn Minuten besser als im Vorjahr (1:17 Stunden). „Triathlon hat schon was“, sagt er. Dabei geht es nicht nur um den Sport an sich, sondern auch um das Gefühl. Abschalten, sich bewegen, sich gut fühlen, bei sich sein.

Der Sport habe ihm bisher viel gegeben, sagt er. „Ich habe gelernt, mit Niederlagen umzugehen und weiß, wie süß Siege schmecken können.“ Bünten bezeichnet sich selbst als zielstrebig und ehrgeizig, Eigenschaften, die im Sport nützlich sind, aber auch im ganz normalen Leben, beruflich etwa. Bünten ist Amtsleiter in der Kreisverwaltung und vielleicht ist er das auch, weil er im Sport etwas gelernt hat: „Wenn man sich anstrengt, kann man etwas erreichen.“

Aber Oliver Bünten gehört nicht zu denen, die auf Biegen und Brechen ihre Ziele erreichen wollen. Wenn es dieses Jahr nichts wird mit dem achten Titel, „dann ist das eben so“, sagt er.

Mehr von Aachener Nachrichten